Rampe bleibt für Radler tabu

Radfahrer, die aus dem Tunnel der neuen Brücke Kopernikusstraße herauskommen, fragen sich, wann der Verbindungsweg hoch zur Straße freigegeben wird. Und wann es dort das erste Mal kracht.

Zwickau.

Die Rampe zwischen dem Neubau der Brücke Kopernikusstraße und dem unten hindurchführenden Fuß- und Radweg am Marienthaler Bach ist auch vier Monate nach der Brückenfreigabe noch gesperrt. Grund: Es fehlt das Geländer. Laut Stadtsprecher Mathias Merz gibt es Kapazitätsengpässe bei den beauftragten Unternehmen. Das Tiefbauamt der Stadt dränge jedoch auf eine Fertigstellung bis spätestens Ende September.

Die steile Rampe knüpft unmittelbar rechts neben dem Tunnelausgang Richtung Innenstadt an. Viele Radfahrer haben dort einiges Tempo drauf - ein Gefahrenpunkt, für alle Beteiligten. Vor dem Neubau der Brücke befand sich die Zuführung zur Straße auf der anderen Brückenseite. Die aus dem Tunnel ohne Sichtkontakt zum damaligen Weg kommenden Radler fuhren dort leicht bergan, also langsam.

Dem Tiefbauamt sei bewusst gewesen, dass beim Bau der Zuführung ein Kompromiss zwischen Wirtschaftlichkeit und Nutzbarkeit nötig ist, verdeutlichte Merz. Der Brückenneubau habe es erforderlich gemacht, dass der Verlauf des Marienthaler Rad- und Fußweges um etwa einen Meter abgesenkt werden musste. Damit vergrößerte sich der ohnehin schon beträchtliche Höhenunterschied an dieser Stelle weiter. Für eine barrierefreie Überwindung der Strecke zwischen Kopernikusstraße und Marienthaler Fußweg hätte es daher einer Rampenlänge von etwa 150 Metern bedurft. Dem stehe gegenüber, dass sich nur etwa 100 Meter entfernt von der neuen Brücke sehr viel flacher geneigte Anbindungen an die Kopernikusstraße und an die Werdauer Straße befinden. Deswegen und weil sich für Fußgänger mit Ausnahme der Besucher des Ärztehauses Kopernikusstraße 7 keine nennenswerten Verkürzungen durch den neuen Weg einstellen, verzichtete das Tiefbauamt auf die aufwendigere Lösung.

Die neue kurze Rampe wird stattdessen besonders gesichert. Am Beginn von der Kopernikusstraße aus soll laut Merz ein Verkehrsschild auf das starke Gefälle hinweisen. Zusätzlich werden am Beginn und am Ende je zwei Umlaufbügel angebracht. Die Nutzung als Radweg sei verboten - und eine Beleuchtung der Gehwegrampe angeordnet.

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