Raum und Geld

Schwansinn: Was Zwickau diese Woche bewegte

Die Arbeitsagentur hat es geschafft. Sie ist nach all dem Ärger um ihr altes Domizil jetzt in ihre neue Behausung umgezogen. Wie viel die zusätzlichen Monate in Pölbitz den Steuerzahler gekostet haben, weiß natürlich keiner. Dafür kennen wir andere Zahlen. Und die wären: 15 Millionen Euro Kosten, zehn Jahre Mietdauer und 200 Mitarbeiter für 6848 Arbeitslose. Und gerade weil es unglücklicherweise so wenige Arbeitslose gibt, muss man jetzt das viele Geld ausgeben, um weniger Raum zu nutzen und damit weniger Geld auszugeben. Investieren um zu sparen, sagt der Fachmann.

Das denkt sich offenbar auch dieser namenlose Geldgeber, der mit prall gefüllter Brieftasche ein Auge auf das Zwickauer Stadion geworfen hat. Grundsätzlich ist ja gegen Investoren im Fußball nichts zu sagen. Man sollte sich nur nicht bei den Fans von 1860 München und dem HSV nach ihren Erfahrungen mit Investoren erkundigen. Aber wir wollen hier nicht schwarzmalen. Spätestens wenn der FSV ein neues Stadion braucht, weil das Alte für die Champions-League nicht mehr taugt, gibt es ja immer noch die Hoffnung, dass die Arbeitsagentur anklopft und ein paar Büros belegen will. Um sich räumlich wieder zu vergrößern oder so. Aber lassen wir es dabei. Klug daherreden kann zwar jeder, macht aber erst im Nachhinein so richtig Spaß. Verzwickt und zugenäht.

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