Regenbecken am Zubringer wird größer

In Reinsdorf sind die Pläne für das gigantische Bauwerk vorgestellt worden. Die Bagger rücken aber erst 2021 an.

Reinsdorf.

Das Regenrückhaltebecken am Zubringer zur Autobahn 72 in Höhe der Einmündung Poststraße in Reinsdorf soll größer werden. Dazu haben die Gemeinderäte während der jüngsten Sitzung der Vereinbarung mit dem in Dresden ansässigen Landesamt für Straßenbau und Verkehr zugestimmt, das den Freistaat als Bauherr vertritt.

Das Becken soll um 5000 auf insgesamt 9000 Quadratmeter erweitert werden. Wie Jörg Schwarz vom Ortsbauamt erklärt, ist mit dem Baubeginn im nächsten Jahr zu rechnen. Einen genauen Termin konnte er nicht nennen. Der Starkregen ist für Autofahrer an der Stelle nicht das Problem. Jedoch sammelt sich zu viel Wasser in kurzer Zeit in dem Becken neben der Poststraße. Laut Rathauschef Steffen Ludwig (parteilos) ist es schon zweimal übergelaufen. Besonders schlimm sei es während des Juni-Hochwassers 2013 gewesen, das in der Kommune einen Millionenschaden hinterließ.

Unterdessen liegt die Entwurfsplanung für die Erweiterung des Regenrückhaltebeckens vor. Die Fachleute haben das Bauwerk so geplant, dass es jene Wassermassen aufnehmen kann, wie sie statistisch alle 100 Jahre auftreten. Die für den Bau erforderlichen Flächen befinden sich nach Darstellung von Schwarz in Eigentum der Gemeinde. Sie sollen vor Beginn der Bauarbeiten vom Freistaat Sachsen erworben werden. Denn das Bauwerk werde gigantisch. "Das Becken wird auf ein Volumen von insgesamt 19.100 Kubikmeter ausgebaut", sagt Schwarz. So sollen der Notüberlauf und der Drosselabfluss über einen etwa 200 Meter neu zu errichtenden Wassergraben bis zum Durchlass am Morgensternweg abgeleitet. Damit nicht genug: "Wir haben in den Beratungen mit dem Landesamt außerdem angeregt, entlang des Wassergrabens weitere Regenrückhalteflächen in Form einer Teichkette anzulegen", erläutert der Bürgermeister.

Dass die Gemeinde bei der Beseitigung der Flutschäden Druck gemacht hat, zahlt sich nun aus. Denn das überschüssige Wasser muss wie vorher schon vom Regenrückhaltebecken letztlich in den Reinsdorfer Bach geleitet werden. Dafür wurde im vergangenen Jahr der Entwässerungsgraben zwischen dem ehemaligen Bahndamm am Morgensternweg und Reinsdorfer Bach komplett erneuert. Allein das hatte sich der Freistaat 815.000 Euro kosten lassen. Schwarz betont, dass der neu verlegte Durchlass in seiner jetzigen Dimensionierung so berechnet worden ist, dass er das aus dem Regenbecken am Autobahnzubringer abfließende Oberflächenwasser aufnehmen und gedrosselt in den Bach einleiten kann.

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