Rewe will Einkaufszentrum in Kirchberg umbauen

Verwaltung und Stadtrat stehen hinter dem Projekt. In einem Jahr sollen die Details vorliegen. Fest steht: Das Sortiment wird sich spürbar vergrößern.

Kirchberg.

Das Kölner Unternehmen Rewe will das Einkaufszentrum an der Schneeberger Straße in Kirchberg im nächsten Jahr modernisieren und umbauen. Dazu haben die Stadträte während der jüngsten Sitzung grünes Licht gegeben. Denn für das Vorhaben muss der existierende Bebauungsplan mit der Bezeichnung "Gebiet der ehemaligen Möbelstoffwerke und angrenzender Flächen" geändert werden.

Wie Rathauschefin Dorothee Obst (Freie Wähler) sagte, soll nach dem Umzug der Drogeriemarktkette Rossmann und des Discounters Aldi ins Sieben-Hügel-Einkaufszentrum der Standort neu geordnet werden. Das heißt: Umbau der Gebäude sowie Neugestaltung der Außen- anlagen und Pkw-Stellplätze. Außerdem sei beabsichtigt, in dem festgeschriebenen Sondergebiet "Handel und Freizeit" die bisherige Verkaufsfläche von 1200 auf dann 2000 Quadratmeter zu erhöhen. Zulässig sei eine Verkaufsfläche von 3200 Quadratmetern, sagte Obst, die sich mit den Vertretern von Rewe bereits getroffen habe. Letztlich wolle Rewe nach der Modernisierung seine Produkte besser präsentieren und sein Sortiment erweitern. Obst stellte zudem klar, dass der Randbereich zum Rödelbach weiter als Grün- beziehungsweise Verkehrsfläche genutzt werden soll. "Als Fuß- und Radweg", verdeutlichte die Bürgermeisterin.

Die Stadtverwaltung geht von einem einjährigen Planungszeitraum für das Vorhaben aus, sodass die Umsetzung im kommenden Jahr erfolgen kann. Damit sich die Einwohner ein Bild von dem Projekt machen können, soll Rewe später die Details während einer öffentlichen Stadtratssitzung erläutern.

In diesem Zusammenhang wies Obst darauf hin, dass sie bei den beiden großen Einkaufszentren in der Stadt weniger eine Konkurrenzsituation sieht, als vielmehr Synergie- effekte. Neben dem Einkaufserlebnis würde den Kunden zudem ein größeres Sortiment zur Auswahl stehen. Einig waren sich die Stadt-räte auch darüber, dass nach dem Abschluss der Umbauarbeiten das Einkaufszentrum an der Schneeberger Straße "einen griffigen Namen" erhalten müsse. Dafür plädierte vor allem Stadtrat Roland Büttcher (Freie Wähler), der sich damit eine identitätsstiftende Wirkung erhofft.


Kommentar: Glücksfall für Kleinstadt

Die Kirchberger können in die Hände klatschen. Während andere Kleinstädte mit Leerstand nicht zuletzt wegen der Digitalisierung und des damit verbundenen Onlinehandels zu kämpfen haben, investiert Rewe in seinen Standort im Zentrum. Daher kann von einem Glücksfall gesprochen werden. Das hält die Kaufkraft, zieht zudem weitere Kunden aus der gesamten Region an. Und letztlich hat die Attraktivität des modernisierten Einkaufszentrums Synergieeffekte, von denen nicht nur die Einzelhändler profitieren, sondern auch das Sieben-Hügel-Einkaufszentrum. Denn insgesamt betrachtet, wachsen die Angebote mit der erweiterten Einkaufsfläche. Und ganz nebenbei gewinnt die Innenstadt weiter an Ansehen. Damit sollte die Kleinstadt werben. Denn neben Internet, Kita und Schule spielt für die Ansiedlung junger Familien auch die Nahversorgung eine große Rolle.

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