Rödelbach bekommt ein neues Bett

Hochwasser haben dem Gewässer im Gebiet von Wilkau-Haßlau heftig zugesetzt. Jetzt sollen Ufer und Fische besser geschützt werden.

Wilkau-Haßlau.

Als der Rödelbach im Sommer 2002 zum reißenden Fluss wurde und das Hochwasser entlang des Ufers und im Bachbett bleibende Spuren hinterließ, war der Bach, zumindest in einigen Teilabschnitten im Stadtgebiet von Wilkau-Haßlau quasi schon zum Sanierungsfall geworden. Das nächste Hochwasser im Jahr 2013 sorgte für den Rest, spülte entlang des Bachlaufes Böschungen aus, riss Befestigungen mit sich und zerstörte weitere große Teile des Bachbettes. Jetzt beginnt die Landestalsperrenverwaltung mit der Beseitigung der Hochwasserschäden und will gleichzeitig den Schutz bei steigendem Pegel verbessern.

Mit den Arbeiten am ersten Abschnitt wurde vor ein paar Tagen begonnen. Wie die Pressesprecherin der Landestalsperrenverwaltung (LTV), Katrin Schöne, sagte, wurden in der vergangenen Woche Arbeiten zur Bauvorbereitung ausgeführt. Ab Montag beginnen die eigentlichen Arbeiten. In einem ersten Abschnitt soll der Rödelbach zwischen dem Ortseingang aus Richtung Kirchberg und der sogernannten Schwarzen Brücke in Ordnung gebracht werden. Auf einer Länge von 277 Metern wird entlang der Kirchberger Straße an der rechten Seite des Gewässers gearbeitet. "Das Hochwasser verursachte dort Böschungserosionen und eine Befestigung des Böschungsfußes wurde unterspült", sagte Schöne.

Da sich das Bauareal inmitten des Flora-Fauna-Habitat-Gebietes "Crinitzer Wasser und Teiche im Kirchberger Granitgebiet", also einer Art natürlichem Schutzgebiet, befindet, müsse bei den Bauarbeiten mit viel Fingerspitzengefühl vorgegangen werden. "Bei der Umsetzung der Maßnahme sind nicht nur die Belange des Wasserbaus zu beachten, auch der Naturschutz hat Einfluss auf die Planung und die anschließende Bauausführung", sagte die LTV-Sprecherin. "Daher ist beim Bauen in Schutzgebieten eine frühzeitige Einbeziehung der Unteren Naturschutzbehörde und der Fischereibehörde besonders wichtig."

Dabei wird die befestigte Uferböschung, die beim letzten Hochwasser zerstört worden war, wieder hergestellt. Sie soll künftig unter Beachtung des Naturschutzes wieder aus übereinandergeschichteten Steinen bestehen. Zudem soll Fischen ein besseres Leben im Rödelbach ermöglicht werden. "Besonderer Wert wird auf Fischunterstände, Ruheplätze für Fische sowie eine natürliche Gewässerstruktur gelegt", sagte die LTV-Sprecherin. Im Rödelbach sind unter anderem Bachforellen und Regenbogenforellen zu Hause.

Insgesamt investiert die Landestalsperrenverwaltung zunächst 260.000 Euro in die Sicherung des Baches in diesem Abschnitt. Bis zum 2. November sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. "Das ist natürlich vom Wetter und dem Wasserstand währen des Baus abhängig", so Katrin Schöne.

Wie Bürgermeister Stefan Feustel (CDU) im technischen Ausschuss des Stadtrates sagte, stellt dieser Bauabschnitt nur den Anfang dar. Bis 2020 sollen weitere Teile des Rödelbaches saniert werden.

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