Rollendes Automobilmuseum startet zur 18. Sachsen Classic

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Ein erlesenes Feld klassischer Autos fährt für drei Tage durch Sachsen. Schöne Routen und publikumswirksam inszenierte Stadtdurchfahrten bilden den Rahmen für ein besonderes Oldtimer- Erlebnis.

Zwickau.

Eine einzigartige Schau der Automobilgeschichte wird ab Donnerstag die Oldtimer-Fans der Region in ihren Bann ziehen, wenn mit einem Jahr Verspätung die Sachsen Classic zur 18. Auflage startet. "Die Zuschauer erwartet ein rollendes Automobilmuseum", kündigt Rallyeleiter Harald Koepke an.

"Endlich wieder auf den Straßen. Wir haben das im vergangenen Jahr nicht austragen können, und bis vor einigen Wochen waren wir uns auch noch nicht so ganz gewiss, ob das im Rahmen der Corona-Auflagen stattfinden kann", gesteht Koepke. Bedingt durch die Pandemie hatte man weniger Anmeldungen als sonst. "Es gab eine spürbare Zurückhaltung. Deshalb haben wir den Nennschluss über den 30. April hinaus verlängert." Die Organisatoren haben ein sehr umfangreiches Konzept entwickelt, das sowohl mit den Gesundheits- und Ordnungsämtern der Landkreise abgestimmt ist als auch mit dem Gesundheitsministerium in Dresden. Im abgezäunten Bereich auf dem Platz der Völkerfreundschaft in Zwickau, an der Steilen Wand in Meerane und beim Zieleinlauf in Dresden gibt es demnach Zugangsbeschränkungen. Teilnehmer der Rallye müssen die 3G-Auflagen (geimpft, genesen oder getestet) erfüllen.

156 Fahrzeuge nehmen an der Gleichmäßigkeits- und Zuverlässigkeitsfahrt teil. 180 Startplätze hätten es sein können. "Wir haben 17 Vorkriegsfahrzeuge am Start, genau ein Dutzend verschiedene Marken", sagt der Rallyeleiter voller Stolz. Ältestes Fahrzeug ist ein Buick Standard Six aus dem Jahr 1926 (Startnummer 2), das der Radebeuler Gastronom Jens Seidel lenkt. Jüngstes Fahrzeug im Feld ist ein Mercedes-Benz SLK 230 Kompressor, Baujahr 2000 (Startnummer 169). Vorneweg fahren wird mit Startnummer 1 ein Horch 430 (Baujahr 1931), gesteuert von Thomas Stebich, dem Geschäftsführer des August-Horch-Museums. Die längste Anreise hat mit 1400 Kilometern der norwegische Unternehmer Helge Holck-Dykesteen aus Stavanger auf eigener Achse in seinem Chevrolet Corvette C4 Indy Pace Car von 1986 (Startnummer 141).

Organisiert wird die Rallye von der Motor Presse Stuttgart. "Wir kommen sehr gern hierher, denn in Sachsen spürt man die Begeisterung der Menschen für die Fahrzeuggeschichte und den Automobilsport ganz besonders", sagt Harald Koepke. Malerische Strecken vor Bilderbuch-Kulisse, gesäumt von vielen Zuschauern, verleihen dieser Rallye ihr ganz spezielles Flair. Und die rollenden Kostbarkeiten der Automobilgeschichte lassen nicht nur die Herzen ausgewiesener Motorsportfans höherschlagen. Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat die Schirmherrschaft übernommen. 130 bis 140 ehrenamtliche Helfer werden täglich im Einsatz sein, um die Sachsen Classic abzusichern.

www.sachsen-classic.de


Oldtimer an der Steilen Wand

Start ist am Donnerstag, 12.01 Uhr auf dem Platz der Völkerfreundschaft in Zwickau. Auf der ersten Etappe (110 Kilometer) geht es nach Mülsen, in die Arena E (12.15 Uhr und 15 Uhr), weiter über die Steile Wand von Meerane (12.35 Uhr) zur Sachsenring-Rennstrecke (14 Uhr). Der Konvoi rollt später auch durchs Fahrzeugwerk Mosel (15.05 Uhr; Zuschauer können das Werk nicht betreten). Ziel ist der Platz der Völkerfreundschaft (15.45 Uhr). Die zweite Etappe (254 Kilometer) führt am Freitag von Zwickau (Start: 8.01 Uhr) über Reinsdorf-Wilhelmshöhe (8.10 Uhr) und Hartenstein (8.30 Uhr) ins Erzgebirge. (tc)

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