Romantiker bekommt ein Ja

Ein 21-jähriger Mann aus Zschocken hat gestern mit einem ungewöhnlichen Heiratsantrag seine Freundin aus Mülsen gerührt.

Zwickau.

Irgendwie hatte es die 21-jährige Rebekka Lehmann schon geahnt, dass dieser 4. Mai ein besonderer wird. Am Morgen fragte eine Patientin die junge Mülsenerin, die sich derzeit in Reichenbach zur Logopädin ausbilden lässt, ob sie verheiratet sei. "Nein, ich warte noch", sagte sie der Frau und hatte dabei so ein Gefühl im Bauch.

Die Mülsenerin freute sich schon seit Tagen darauf, dass ihr Freund Tommy Rödl, der in Niedersachsen Theologie studiert, wegen eines Praktikums die nächsten Wochen in Zwickau ist. Noch mehr, als der 21-jährige Zschockener sie für den gestrigen Nachmittag zum Essen ins "Alex" einlud. Sie trafen sich dort, urplötzlich entschuldigte er sich aber und verschwand. Als ihr kurz darauf der Kellner einen Brief überreichte, begann ihr Herz zu flattern.


Sie möge ins Schumannhaus gehen, stand in dem Brief. Die eingeweihte Museumsangestellte Kerstin Jawinski bat die junge Dame nach oben ins "Hochzeitszimmer". Dort saß Rödl am Flügel, spielte und sang Melodien aus "Die Schöne und das Biest" und "Lalaland". Er gestand ihr, sich ein Leben ohne sie nicht vorstellen zu können. "Du bist der Grund, warum ich früh mit einem Lächeln aufwache und abends lächelnd ins Bett gehe." Er zeigte ihr ein Fotobüchlein. Als er zur letzten Seite gelangte, kniete er nieder, öffnete ein Geheimfach und reichte ihr den dort versteckten Verlobungsring mit den Worten: "Willst Du meine Frau werden?" Rebekka Lehmann strahlte und sagte Ja.

Rödl hoffte, die Mülsenerin mit Klaviermusik zum Jawort zu bewegen. Sie spielt Gitarre, beide musizieren gern zusammen, zu Hause und in der Kirchgemeinde. Er wollte ihr den Antrag in einer Pianobar machen, fand aber keinen Flügel. Die Schumannhaus-Mitarbeiter machten sofort mit, als er bei ihnen wegen dieser speziellen Angelegenheit vorsprach. Auf die Idee, die "Freie Presse" einzuladen, war er wegen einer Episode vor elf Jahren auf Schloss Augustusburg gekommen. Damals posierten die Kinder als Brautpaar.

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