Rosengarten wird zum Frauenort

An Berta von Groitzsch soll künftig eine Stele erinnern. Ihr hat Zwickau seine erste urkundliche Erwähnung zu verdanken.

Zwickau.

Aus dem Rosengarten am Schwanenteich wird ein echter Frauenort. Denn dort will der Landesfrauenrat am 22.August eine Stele für Bertha von Groitzsch einweihen. Die Erinnerung an die Kirchenstifterin, der die Stadt ihre erste urkundliche Erwähnung 1118 zu verdanken hat, ist bereits die zweite Tafel für eine bemerkenswerte Zwickauerin an diesem lauschigen Ort.

Das Projekt"Frauenorte Sachsen" würdigt Frauen aus unterschiedlichen Jahrhunderten, die Sachsen mit geprägt haben. Gräfin Bertha von Groitzsch regte die Gründung einer Pfarrei im später in Zwickau aufgegangenen Dorf Osterweih an und machte sich um die Christianisierung der Menschen in dieser Region verdient. Die Moritzkirche in der Zwickauer Nordvorstadt ist die heutige Nachfolgerin dieser Pfarrei.

Die Stele wartet derzeit noch im Garten- und Friedhofsamt auf ihren Einsatz. Bereits seit 2016 erinnert eine Tafel an Gertrud Schubart-Fikentscher, die erste Professorin der Rechtswissenschaften mit eigenem Lehrstuhl in Deutschland.

Der historische Rosengarten wurde mit Bedacht gewählt, sagt Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte Ulrike Lehmann. "Wir haben noch viele Vorschläge für einen Frauenort. Aber für viele existiert kein relevantes Gebäude mehr." So soll in Zwickau ein Frauenort an viele Persönlichkeiten erinnern und dabei auch eine attraktive Anlaufstelle für Stadtführungen werden, sagt Lehmann.

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