Sachsen Classic: Oldtimer-Rallye in Zwickau gestartet

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Die Sachsen Classic rollt. Zum Start und an der Strecke versammelten sich zahlreiche Schaulustige, um das Defilee der alten Karossen zu bestaunen.

Zwickau.

Die Motorsportbegeisterung ist auch in Pandemiezeiten ungebrochen. 400 Zuschauer haben am Donnerstagmittag auf dem Platz der Völkerfreundschaft in Zwickau die teilnehmenden Fahrzeuge an der 18. Sachsen Classic in Augenschein genommen und beobachtet, wie die Oldtimer nach dem Schwenken der Startflagge durch Oberbürgermeisterin Constanze Arndt (BfZ) das Spalier des Zwickauer Steinkohlenbergbauvereins sowie zahlreicher Fotografen und Kameraleute passierten.

Als Erster begab sich Thomas Stebich, Geschäftsführer des August-Horch-Museums, mit einem graublauen Horch 430 (Baujahr 1931) auf die Strecke. "Ich bin sehr froh, dass wir uns wieder präsentieren können", meinte Stebich. Mit Startnummer 2 folgte das älteste Fahrzeug des Feldes, ein Buick Standard Six von 1926, aus Neuseeland importiert. "Es macht großen Spaß, einen Oldtimer zu fahren, aber es ist natürlich anstrengend", sagte der Besitzer, Gastronom Jens Seidel aus Radebeul. "Der Wind pfeift durch."

Die längste Anreise hatte Unternehmer Helge Holck-Dykesteen aus Norwegen, der neben der Schweizerin Corinne Heusser im Chevrolet Corvette C4 Indy Pace Car (Baujahr 1978, Nummer 141) saß. Der 68-Jährige war seit Montag unterwegs.

Auf der ersten Etappe steuerten die Hochglanzpolierten auch die Steile Wand von Meerane und vor Hunderten Zuschauern den Sachsenring an. Christian und Natalia Mehl (Nummer 3) bogen dort mit ihrem Chevrolet National AB, Baujahr 1828, zielsicher in die Boxengasse ein. "Ich bin nicht zum ersten Mal hier, aber das Auto", sagt der Ingenieur aus Bad Dürkheim. Für die beiden ist die "Classic" eine kleine Hochzeitsreise, erst vor fünf Wochen gab sich das Paar das Jawort. Das gelbe Cabriolet mit den Holzspeichenrädern und der 3-Liter-Maschine hatte Mehl im Internet entdeckt. "Ein Foto nur so groß wie eine Briefmarke. Aber da stand fest, ich muss dieses Auto haben." Das Fahren ist Schwerstarbeit. "Meine Servolenkung steckt in den Oberarmen", witzelt er. Sorgen machte er sich nur wegen der mageren 35 PS, das Rundenlimit auf dem Sachsenring lag bei fünf Minuten. Drei exakt zeitgleiche Runden waren zu absolvieren. Da hatten Maritta und Roland Kliemann aus Dresden keine Bedenken. Ihr 6,40 Meter langer Cadillac Fleetwood Sixty Spezial mit der 6,7-Liter-Maschine und den legendären Heckflossen machte das spielend - allerdings bei Spritverbrauch 25 Liter je 100 Kilometer.

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