Sand ersetzt Rasen

Ein neuer Beachvolleyball-Platz ist am Freitag am Jugendclub Airport eingeweiht worden. Den haben sich die jungen Leute redlich verdient.

Zwickau.

Tina Tinzmann spricht vom Geben und Nehmen - so gehe es zu im Jugendclub Airport im Zwickauer Stadtteil Neuplanitz. Denn der Club sei kein "Hotel Mama". Aber: "Alle packen gern mit an", das sagt die Chefin auch - und verweist auf den neuen Beachvolleyball-Platz, der am Freitag mit einer Fete eingeweiht wurde.

Der Platz - feiner Sand, professionelles Netz und grüner Zaun drumrum - ist eine Gabe des benachbarten Autohauses sowie der Stadt. Allerdings ist auch das wieder eine Frage von Geben und Nehmen, denn das Autohaus hat vor einigen Jahren den damaligen Volleyballpatz bekommen und als Parkplatz für die eigenen Mitarbeiter ausgebaut. Dafür hat die Stadt dem Unternehmen das Versprechen abgenommen, beim Bau eines neuen Sportplatzes mitzuhelfen. "Das ist nun passiert. Die Stadt hat auch einiges dazugegeben. Und unsere jungen Leute haben das Ihre getan", sagt Tina Tinzmann.

"Bei 40 Grad Hitze haben sie Sand geschaufelt." Den Sand, der zunächst auf dem Hauptmarkt lag, als dort vor kurzem ein Beachvolleyball-Turnier ausgetragen wurde. "Deswegen hat das mit unserem Platz aus so lange gedauert", verrät die Leiterin. "Der hätte schon im Frühjahr fertig sein können. Da wir aber einfach den gebrauchten Sand weiterverwenden, mussten wir warten, haben dabei aber einige Tausend Euro gespart."

Im Jugendclub Airport treffen sich junge Leute aus ganz Planitz. Die meisten von ihnen sind 16 Jahre oder älter - auch wenn sich die Angebote an junge Leute ab zwölf Jahren richten. Unter den regelmäßigen Besuchern sind einige aktive Volleyballer. "Wir haben sogar richtige Hallenzeiten gemietet, damit sie trainieren können", sagt Tina Tinzmann. Nun haben sie eine weitere Trainingsfläche, wenn auch der weiche Boden überhaupt nicht mit einer Turnhalle oder dem früheren Platz vergleichbar ist.

Zur Einweihung des Platzes durften die Jugendlichen selbst aktiv werden - endlich. "Ich musste sie bremsen, sie wollten eigentlich schon früher loslegen", sagt die Chefin. Der Platz ist nun in der Obhut der jungen Leute. Denn auch dabei gilt: Es ist ein Geben und Nehmen. Wie immer, im Jugendclub.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...