Schäden am Johannisbad

Laut Stadtverwaltung sind die Risse an den Türmchen "sehr bedrohlich". Die Reparatur kostet 270.000 Euro.

Zwickau.

Die Ausgaben für die Instandsetzung des Zwickauer Johannisbads fallen dieses Jahr höher aus als geplant. Bei der Ermittlung der Kosten wurden offenbar überraschend Schäden am Dach des Jugendstilbads entdeckt. Jedenfalls wurde die entsprechende Stadtratsvorlage kurz vor der jüngsten Sitzung noch um einen Kostenpunkt erweitert. Zwickaus Finanzbürgermeister Bernd Meyer (Die Linke) sprach von Schäden, die "sehr bedrohlich" seien.

Betroffen sind demnach die Bereiche an den Türmchen sowie das Außenmauerwerk, in dem sich tiefe Risse gebildet hätten. Insgesamt gibt die Stadt knapp 270.000 Euro zusätzlich für die Reparatur frei. Die Stadträte haben dem Entwurf zugestimmt. Darüber hinaus ist geplant, durch Nässe entstandene Schäden in den Duschen zu beheben. Weil eine unverzügliche Reparatur unverzichtbar sei, hat man das Geld noch für das laufende Jahr bereitgestellt.

Das Johannisbad gehört zum neu gegründeten Sportstättenbetrieb der Stadt Zwickau, um dessen Leitungsposition seit Wochen gestritten wird. Der Sportstättenbetrieb, in den unter anderem die Zwickauer Bädergesellschaft aufgegangen ist, hat Mitte des Jahres seine Tätigkeit aufgenommen. Weil sich die eingegliederten Sportanlagen und Bäder nicht allein durch Besuchereinnahmen tragen, muss die Stadt den Verlust ausgleichen. 2019 fallen so 3,7Millionen Euro an. In den Folgejahren werde das Rathaus den doppelten Betrag zur Verfügung stellen müssen, sagte Finanzbürgermeister Meyer. Das entspreche den vorher aufgestellten Planansätzen. Zum Sportstättenbetrieb gehören neben den Bädern unter anderem zehn Großsportanlagen, 18 Schulturnhallen und 15 Sportplätze.

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