Schlechte Aussichten für Zwickauer Kinderfeste

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Im Rathaus dämpft man die Erwartungen an 2021. Absagen will man die Veranstaltungen noch nicht, aber hinter Zwikkifaxx und Mini-Zwickau stehen große Fragezeichen.

Zwickau.

Welche Feste 2021 stattfinden können und ob überhaupt größere Veranstaltungen möglich sind, ist nach wie vor unklar. Die Stadt Zwickau jedenfalls bemüht sich, keine falschen Erwartungen für das laufende Jahr zu wecken. Und das betrifft nicht nur Veranstaltungen, die in der ersten Jahreshälfte stattfinden. Eine düstere Prognose hat die Stadtverwaltung für die beliebte Kinderspielstadt Mini-Zwickau abgegeben, die traditionell in den Sommerferien stattfindet. Die Durchführung sei in diesem Jahr "nicht realistisch", sagt Finanzbürgermeister Sebastian Lasch (SPD) auf Anfrage von Linksfraktionschefin Ute Brückner.

Mini-Zwickau ist jene Veranstaltung, bei der Ferienkinder freiwillig in die Schule gehen. Auf dem Gelände der Pestalozzischule spielen die Kinder ein buntes Stadtleben nach, von Bürgermeisterwahlen bis zu einer eigenen Zeitung ist alles mit dabei. Die Veranstaltung sollte eigentlich wie sonst auch immer zu Beginn der Sommerferien, also ab 26. Juli stattfinden. Eine frühzeitige Vorbereitung, um alle nötigen Angebote ins Boot zu holen, sei entsprechend wichtig, so Finanzbürgermeister Lasch. Aber die zuverlässige Planung sei jetzt aufgrund der Pandemie nicht möglich. Die Tendenz geht daher zu einer Absage.

Unklar ist noch, wie es um das zweite große Kinderfest Zwikkifaxx im Schwanenteichpark steht, das für den 11. September 2021 geplant ist. "Zum aktuellen Zeitpunkt ist keine Absage vorgesehen und es wird an der Durchführung festgehalten", so Lasch. Jedoch prüfe man derzeit intensiv, unter welchen Bedingungen die Durchführung machbar wäre. Eine zuverlässige Planung sei auch für Zwikkifaxx fast unmöglich. "Sollte das Kinder- und Familienfest stattfinden, müsste die Veranstaltung erheblich anders ablaufen als bisher gewohnt", sagt Lasch, ohne schon Details nennen zu können. Noch würden Gespräche mit allen Mitorganisatoren laufen.

Was das für das Stadtfest bedeutet, das für den 19. bis 22. August und damit noch vor Zwikkifaxx geplant ist, kann man sich ausmalen. Vor einer Woche hatte das Rathaus bestätigt, dass sich die Projektgruppe zwar trifft und noch keine Absage im Raum steht. Aber dass es Einschränkungen im Vergleich zu den Vorjahren geben dürfte, scheint unumgänglich.

Ebenso übrigens wie für den Internationalen Frauentag am 8. März, der Stadträtin Brückner sehr am Herzen liegt und nach dem sie sich ebenfalls bei der Verwaltung erkundigt hatte. Den Angaben des Rathauses zufolge wird es in diesem Jahr definitiv keine Präsenzveranstaltung geben. Stattdessen würden Überlegungen stattfinden, wie man den Frauentag mithilfe einer Videovariante auf der Internetseite der Stadtverwaltung begehen könne. Im Gespräch sei ein bis zu 45 Minuten langes Video, in dem Frauen aus Zwickau kurze Geschichten aus ihrem Leben erzählen sollen, die anderen Frauen Mut machen sollen.

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