Schmutzlerbrücke kommt weg

Auf einer Einwohnerversammlung informierte der Landkreis über die neue Großbaustelle, am 2. September ist Baubeginn.

Mülsen.

Mehr als 100 Gäste haben eine Veranstaltung des Landkreises Zwickau am Dienstagabend genutzt, um sich über den bevorstehenden Bau der Schmutzlerbrücke zu informieren. "Freie Presse" fasst zusammen:

Wann wird es losgehen? Geplant ist der 2. September. Laut Mülsens Bauamtsleiter André Rademacher ist bis dahin der Straßenbau in St. Jacob beendet.


Wie lange wird der Bau dauern?

Geplant sind 16 Monate reine Bauzeit. Die verlängern sich um die Winterpause. Zusätzlich zum Brückenbauwerk "Schmutzlerbrücke" werden zwei Stützwandbauwerke hergestellt. Alle in der Straße liegenden Medien werden zunächst umverlegt, zudem ein ganz neuer Straßenentwässerungskanal gebaut, der unbefestigte Teil der Flurstraße als innerörtliche Bedarfsumleitung in Richtung Wildenfels befestigt.

Warum konnte man nicht früher beginnen, reißt man jetzt vor Wintereinbruch die Straße auf?

Es waren Abstimmungen mit anderen Bauvorhaben im Landkreis nötig, mit Busbetrieben, Verkehrsämtern und anderen Baubeteiligten, so Anett Juschkus vom Straßenbauamt des Landkreises.

Gibt es die ganze Zeit Vollsperrungen?

Nein. In der ersten Bauphase, in der die Tankstelle abgerissen wird, bleibt die Kreuzung an der Seite Neuschönburger/ Wildenfelser Straße halbseitig befahrbar. Etwa zwei Wochen rechnet Robert Rüdel vom Straßenbauamt des Landkreises dafür ein - wenn es keine bösen Überraschungen gibt. "Man weiß, der Tank war undicht. Man weiß aber nicht, wie viel kontaminiertes Material dort vorgefunden wird", so Rüdel. Im zweiten Bauabschnitt (Abriss und Ersatzneubau der Brücke) wird die Kreuzung komplett gesperrt. Auf der Ortmannsdorfer und der Neuschönburger Straße soll ein Fahrstreifen bleiben. Im dritten Abschnitt wird eine sieben Meter lange, aber flach gegründete Stützmauer an der Ortmannsdorfer Straße gebaut. Wildenfelser und Neuschönburger Straße bleiben einseitig befahrbar. Im vierten Abschnitt bekommt die Neuschönburger Straße über 34 Meter eine neue Stützwand. Die Wildenfelser Straße bleibt in Richtung Ortmannsdorf offen. Im fünften Abschnitt wird unter Vollsperrung der Asphalt aufgetragen.

Mit wie vielen Bauarbeitern wird Phoenix-Bau arbeiten?

Laut Bauleiter Philipp Bauer kann man das nicht pauschal sagen, durchschnittlich sind drei bis vier Leute auf der Baustelle - je nach Arbeitsablauf mehr oder weniger.

Wie wird der Verkehr umgeleitet?

Oelsnitzer und Niclaser Steig sind innerorts mögliche Umfahrungen. Fahrzeuge, die nicht breiter als 2,50 Meter sind, können den Niclaser Steig benutzen. Der wird Einbahnstraße. Der Rückweg ist eine großräumige Umleitungsstrecke: Ortmannsdorfer, Niclaser, Jacober Hauptstraße, B 173, Staatsstraße 286 a Richtung Wildenfels über Zschocken und den "Promnitzer".

Wie kommen Fußgänger durch?

Während des Baus der Schmutzlerbrücke selbst wird es eine Notbrücke von der Flurstraße 2 in Richtung Ortmannsdorfer Straße geben. Ebenso sind da, wo aktuell Gehwege bestehen, Notgehwege vorgesehen.

Wird die Fahrbahn im Winter voll befahrbar sein?

Nur halbseitig. Anett Juschkus zufolge müssen die Bauarbeiter tief rein, ein Riesenloch wird beim Brückenabriss entstehen, zwei Bäche müssen verlegt werden.

Wie fahren die Busse? Zumeist fahren sie wie schon im Vorjahr beim Bau der Stützmauer in Neuschönburg. Ortmannsdorf wird nur über die Schulbusse angebunden sein. Nach Aussagen des für den Schülerverkehr zuständigen Verkehrsverbundes sollen sich Eltern mit der auf dem Bescheid genannten Sachbearbeiterin in Verbindung setzen, für die Ortmannsdorfer Kinder wird es in den Zeiten der Vollsperrungen Einzelfalllösungen geben.

Was kostet das Bauvorhaben?

Der Bau allein kostet rund 1,5 Millionen Euro.

Kann man zuvor noch die Querrinnen im Oelsnitzer Steig beseitigen? Der Schneepflug konnte im vergangenen Winter wegen dieser Querschläge nicht durch.

Rademacher zufolge müssen die bleiben, um das Wasser abzutransportieren und zu verhindern, das die eine Hangseite abrutscht. "Wir sind aber bestrebt, den Winterdienst besser hinzukriegen, der Landkreis macht da mit."

Was ist, wenn der Öllieferant kommt?

Immer montags, voraussichtlich gegen 9.30 Uhr, wird Bauberatung in dem neben der Baustelle stehenden Container sein. Dort kann man sich an den Polier von Phoenix-Bau aus Aue, Frank Siegel, wenden. Auch die Mitarbeiter im Amt für Straßenbau des Landkreises bieten sich an. "Sterben Sie nicht an Herzdrücken, kommen Sie auf uns zu. Für jedes Problem gibt es eine Lösung", so Rüdel. Die Mülltonnen würden die Bauleute an die Baustellenränder bringen, wenn die Anwohner das wünschen.

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