Schneefall bremst Verkehr im Landkreis Zwickau aus

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Der starke Schneefall bremst Züge, Straßenbahnen und Busse im Landkreis Zwickau am Montag aus. Die Regionalexpresse auf der Strecke von Dresden nach Hof (RE 3) sowie die Regionalbahnen zwischen Dresden und Zwickau (RB 30) verkehren mit Verspätung, wie die Mitteldeutsche Regiobahn als Betreiber mitteilte. Die Städtischen Verkehrsbetriebe Zwickau (SVZ) haben den Fahrplan ihrer Straßenbahnen und Busse ausgesetzt, es gibt nur unregelmäßige Verbindungen. Auf den beiden Straßenbahnlinien werden wegen der Schneehöhen derzeit keine Niederflurtrams eingesetzt. Auch bei den SVZ-Bussen gibt es Probleme. Der Verkehr auf den Linien 20 und 29 wurde eingestellt, die Linie 10 fährt verkürzt nur zwischen Weißenborn und Planitz. Der Regionalverkehr Westsachsen (RVW) hat den Betrieb seiner Buslinien ins Zwickauer Umland am Montagmorgen nach Angaben der SVZ komplett eingestellt, weil mehrere Straßen noch nicht beräumt waren.

Die Mitarbeiter des Zwickauer Bauhofs befinden sich seit Samstagabend im Dauereinsatz, um die Straßen zu räumen. Priorität haben dabei die Hauptstraßen. Auf Wohnstraßen ist deshalb nach Angaben des Rathauses mit längeren Behinderungen zu rechnen. Streusalz kommt erst nach dem Abklingen des Schneefalls zum Einsatz. Probleme gab es am Montagmorgen auf der Reichenbacher Straße, die zunächst nicht beräumt werden konnte. Dort staute sich der Verkehr.

Die Zwickauer Stadtverwaltung warnt zudem vor dem Betreten von Wäldern und Parkanlagen. Dort könne es zu Schneebruch kommen.

Ihren Touren- und Zeitplan mussten die sechs Mitarbeiter des Pflegedienstes von Birgit Wagner aus Remse am Montagfrüh zwangsläufig umstellen. "Oberste Priorität hatten zunächst jene Patienten, die Tabletten oder Spritzen benötigen", sagte Birgit Wagner. Sie berichtete, dass Fahrzeuge des Pflegedienstes mehrfach auf zugeschneiten Abschnitten liegen geblieben sind. "Glücklicherweise gibt es Leute, die uns da rausgeschoben beziehungsweise rausgezogen haben", freute sich die Pflegedienst-Leiterin über die spontane Unterstützung.

Die Winterdienst-Fahrzeuge des Bauhofes in Waldenburg waren ab 3 Uhr morgens unterwegs. Das Hauptaugenmerk wurde nach Aussage von Bauhof-Leiter Jens Winter unter anderem auf die Anstiege, die in die Ortsteile führen, gelegt. "Notrufe, weil es an bestimmten Stellen gar nicht vorwärts geht, gab es bisher bei uns nicht", sagte Jens Winter in den Mittagsstunden. Er machte deutlich: "Wer bei diesen Witterungsverhältnissen unterwegs ist, muss mehr Zeit einplanen und auch mit Behinderungen rechnen." Aus Oberwiera meldete Bürgermeister Holger Quellmalz (parteilos) am Telefon keine nennenswerten Probleme. "Die B 180, die durch unseren Ort führt, ist gut geräumt", sagte Quellmalz und berichtete von einer persönlichen Einschätzung: "Die meisten Leute reagieren verständnisvoll. Das ist schließlich eine Ausnahmelage."  (jop/hof)

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22 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 18
    2
    Chiemsee
    08.02.2021

    @sglmaz: Sie haben recht. Im Winter kann es zu Schneefall kommen. Wen kann man denn dafür gleich mal zur Verantwortung ziehen?
    Übrigens, ein Dank dem Winterdienst könnte nicht schaden.

  • 26
    1
    sglmaz
    08.02.2021

    Wahrscheinlich ist es vielen entgangen, dass dies ein ganz normaler Winter ist.