Schulgarten-Projekt gedeiht

Das Kultusministerium gibt der evangelischen Grundschule in Meerane 400 Euro, um Hochbeete, Natursteinmauern und ein Tipi zu bauen. Auch das Pflegeheim soll profitieren.

Meerane.

Rund um das Insektenhotel sprießen bunte Blumen. Zwei Kinder laufen mit Gießkannen zu den Hochbeeten. Eine ältere Dame sitzt auf einer Bank und schaut ihnen dabei mit einem Lächeln auf den Lippen zu. Zugegeben diese Szene spielt sich nicht in dieser Jahreszeit ab, denn es handelt sich um eine Zukunftsfantasie. Allerdings könnte sie schon in diesem Sommer in der evangelischen Grundschule St. Martin in Meerane real werden. Denn die Schule hat am Sächsischen Schulgartenwettbewerb teilgenommen und die erste Etappe geschafft. 400 Euro zahlt das Kultusministerium nun als Starthilfe für das Projekt. Insgesamt wurden 30 von 41 Schulen prämiert.

Die Idee, den Schulgarten neu zu gestalten, kam Hortleiterin und Religionslehrerin Birgit Hüwel nach einer Weiterbildung. "Wenn sich die Kinder selbstständig um die Beete kümmern, lernen sie, was zu welcher Jahreszeit im Garten wächst", sagt sie. Außerdem könnten die Mädchen und Jungen die Entstehung von neuem Leben beobachten und dabei eine Beziehung zur Natur aufbauen.

Geplant ist, die Nachbarn - also die Bewohner des Kursana-Pflegeheims - dabei mit ins Boot zu holen. Ein kleines Gartentor befindet sich schon zwischen den beiden Grundstücken. So könnten sich junge und alte Menschen im Garten begegnen und vielleicht sogar gemeinsam gärtnern. Laut Birgit Hüwel hat das Pflegeheim seine Bereitschaft signalisiert, sich an dem Projekt zu beteiligen.

Der Grundstein des Schulgartens wird vor allem von den Eltern gelegt. So will der Elternratsvorsitzende Jörg Martin im März mit dem Bau der Trockenmauer und der Hochbeete beginnen. Im Herbst sollen der Weidenzaun und das Tipi angelegt werden. Denn in der zweiten Runde im Oktober will die Jury in Dresden bereits erste Ergebnisse sehen. In dieser Runde winkt ein Preisgeld von 1000 Euro. Ausreichen würde aber selbst diese Summe nicht. Für die Finanzierung des Schulgarten-Projekts hat Hüwel rund 3000 Euro einkalkuliert.

Das fehlende Geld soll durch Spenden und Eigenmittel der Schule zusammenkommen - beziehungsweise mit dem Hauptgewinn des Schulgartenwettbewerbs. Der beträgt nämlich noch einmal 2500Euro.

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