Schulhort: Sanierung wird teurer als geplant

Kirchberg legt in Sachen Brand- und Holzschutz noch einen Scheit an

Kirchberg.

Die geplante Sanierung des Schulhortes einschließlich der Außenanlagen an der Grundschule "Ernst Schneller" wird teurer als geplant. In einem Grundsatzbeschluss bekannte sich der Kirchberger Stadtrat am Dienstagabend dennoch einstimmig zu dem Bauvorhaben. Ziel ist laut Bürgermeisterin Dorothee Obst (Freie Wähler), im Februar mit den Bauarbeiten zu beginnen. Bis 2021 soll alles fertig sein.

Noch im Mai gingen die Planer davon aus, dass Gesamtkosten in Höhe von knapp 2,4 Millionen Euro auf die Stadt zukommen. Allerdings stellte sich heraus, dass noch Holz- und Brandschutzgutachten nötig wurden. Und in deren Ergebnis gab es Änderungen: Die Stahltreppe soll abgerissen werden, weil eine Sanierung zu aufwändig wäre. Der Zugang zum Dachraum muss inklusive der Tür neu gemacht werden. Im Dachtragwerk müssen einzelne Holzbauteile erneuert werden. Der Fußboden im Erdgeschoss, in dem Fäulnis festgestellt wurde, soll im nicht unterkellerten Bereich durch eine Stahlbetonplatte ersetzt werden. All das habe die Kosten auf gut 2,5 Millionen Euro hinaufgeschraubt. Obst zufolge sieht sich die Verwaltung außerstande, an irgendeiner Stelle etwas einzusparen - weder beim Holz- geschweige denn beim Brandschutz in einer Einrichtung für Kinder. Sie versicherte den Räten, dass der Hort auch in Zukunft ausgelastet sein wird. "Im September haben wir drei erste Klassen eingeschult, daran wird sich in den nächsten Jahren auch nichts ändern", sagt die Bürgermeisterin.

Im Jahr 2021 sind die Außenanlagen geplant. Rund 730.000 Euro sind dafür vorgesehen. Allerdings wird damit nur begonnen, wenn Fördermittel wie erwartet fließen. Wie Obst erklärte, gibt es derzeit aber positive Signale. "Aber ich weiß: 800.000 Euro Eigenmittel sind richtig viel Geld", sagt sie.

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