Schulweg: Stadt prüft weitere Maßnahmen

Vor der Windbergschule wird es zwar keinen Zebrastreifen geben, aber bis Februar werden Alternativen untersucht.

Zwickau.

Um den Schulweg vor der Windbergschule im Zwickauer Stadtteil Marienthal sicherer zu machen, will die Stadtverwaltung bis Februar weitere Möglichkeiten untersuchen. Darauf hat sich der Haupt- und Verwaltungsausschuss in seiner Sitzung am Dienstag verständigt. Gleichzeitig lehnten die Ausschussmitglieder erwartungsgemäß die Forderung ab, einen Zebrastreifen vor der Schule anzubringen. Zuvor hatten 257 Eltern und Lehrer der Windbergschule in einer Unterschriftenliste entsprechende Maßnahmen gefordert.

In der Angelegenheit liegen die Einschätzungen der Eltern einerseits und der Stadtverwaltung andererseits weit auseinander. Während Eltern von chaotischen Zuständen vor der Schule sprechen, schätzt die Verwaltung die dortige Situation als entspannt ein. Die Ausschussmitglieder setzten sich für die Prüfung weiterer Alternativen ein, "weil es der Sache nicht gerecht würde, wenn wir das Thema jetzt herunterspielen", sagte Tristan Drechsel (BfZ). Der Ausschuss schlussfolgerte, die Probleme auf dem Schulweg müssten wohl von einigen wenigen Eltern ausgehen, die ihre Kinder morgens bis direkt vor den Eingangsbereich fahren würden.

Das Rathaus will jetzt drei Alternativen in Augenschein nehmen, die von Ausschussmitgliedern angeregt worden sind. Zum ersten geht es um den Einsatz von Schülerlotsen, wozu die Verwaltung mit der Kreisverkehrswacht ins Gespräch kommen will. Zum zweiten will man prüfen, ob sich eine verkehrsberuhigte Zone vor der Schule einrichten ließe. Autofahrer müssten dort dann Schrittgeschwindigkeit statt wie bisher Tempo 30 einhalten. Und zum dritten will sich das Rathaus überlegen, ob es an der Schule mehr Verkehrskontrollen durchführen kann, um beispielsweise gegen Parkverstöße vor dem unmittelbaren Eingangsbereich vorzugehen. Die Ergebnisse sollen dem Ausschuss im Februar vorgelegt werden.

Einigkeit besteht, dass die von den Eltern angeregte Querungshilfe keine Lösung sei. Aus verkehrsrechtlichen Gründen ließe sich ein Überweg nur an einer Stelle anbringen, zu der viele Kinder 50 Meter Umweg laufen müssten. Das sei unrealistisch, hieß es. Laut OB Pia Findeiß (SPD) ist auch der Einsatz mobiler Blitzer problematisch. "Wir haben zu wenig Personal und zu wenig Geräte, um allen Wünschen nachzukommen", sagte sie.

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