SPD: Zwickau soll öfter Flagge zeigen

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Die Sozialdemokraten bemängeln, die Stadt hisse zu selten die Ukraine- Fahne. Einmal im Monat, so wie das ab jetzt geschehen soll, sei ein "Armutszeugnis". Im Rathaus versteht man die ganze Aufregung nicht.

Zwickau.

Sollte Zwickau häufiger als bisher die Ukraine-Flagge vor dem Rathaus wehen lassen? Die Stadtratsfraktion SPD/Grüne/Tierschutzpartei wirft der Stadt zu viel Zurückhaltung vor. Die seltene Beflaggung sei ein "Armutszeugnis für Zwickau", wird SPD-Stadtrat Kay Leonhardt in einer Pressemitteilung der Fraktion zitiert. Und weiter: "Überall in anderen Städten Deutschlands ist das Hissen der Flagge selbstverständlich. Nur in Zwickau schafft man es augenscheinlich nicht."

Leonhardt hatte bereits zu Beginn des Krieges die Beflaggung vor dem Rathaus angeregt, aber zunächst scheiterte das, weil man schlicht keine entsprechende Flagge hatte. Leonhardt zufolge habe man mehrfach nachhaken müssen, bevor sich die Stadt auf das nun geltende Prozedere verständigt habe: Jeweils zum 24. jedes Monats - am 24. Februar begann Russland den Krieg - soll die Fahne vor dem Rathaus wehen. Es sei unverständlich, wieso das nicht öfter geschehe, so Grünen-Stadtrat Martin Böttger in derselben Pressemitteilung.

Die Zwickauer Stadtverwaltung bestätigt, dass die ukrainische Flagge nun immer am 24. des Monats aufgezogen wird, das nächste Mal also schon am Samstag. Im Detail will das Rathaus nicht auf die Vorwürfe der Fraktion eingehen. Aber Sprecher Mathias Merz merkt an: "Solidarität zeigt sich zumindest nicht ausschließlich durch das Hissen der Flagge." Wichtiger erscheine der Stadtverwaltung konkrete Unterstützung. Seit Februar habe die Stadt viele Aktivitäten veranlasst und unterstützt, um Menschen in der Ukraine sowie Flüchtlingen zu helfen. Zudem habe der Jahresempfang im Zeichen der Ukraine gestanden.

Die SPD-Fraktion will trotzdem einen Antrag in den Stadtrat einbringen, damit die Flagge künftig häufiger gezeigt wird. (ael)

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