Sprachbarrieren: Puppenspieler lösen das Problem unkompliziert

Das Stück "Der kleine Häwelmann" erntet viel Applaus. Ein Turner aus Rathenow tritt für Friedrichsgrün an. Senior erhält das Ehrenkreuz.

Antje Binder, Puppenspielerin am Zwickauer Puppentheater, sowie die polnische Gastregisseurin Maria Zynel und die polnische Gastausstatterin Ewa Wozniak ernteten am Samstag begeisterten Applaus für ihre Leistung im Puppenspiel "Der kleine Häwelmann". Die Puppenspielerin versäumte es dabei nicht, sich bei der Frau zu bedanken, die bei der Arbeit an dem 45-minütigen Stück als Dolmetscherin agierte. "Ich spreche kein Polnisch, die beiden sprechen kein Deutsch, Karolina Franke spricht beide Sprachen, und hat uns damit sehr die Verständigung erleichtert", sagte Binder. "Es hat mir großen Spaß gemacht. Wir haben uns alle auf Anhieb wunderbar verstanden. Man könnte fast schon von Liebe auf den ersten Blick sprechen", sagte die studierte Koloratursopranistin, die zur Premiere ihre drei Kinder mitbrachte. "Das vierte kommt in acht Wochen. Es wird das dritte Mädchen", verriet sie auf Nachfrage. Ihren Beruf hat sie zwar vorerst der Kinder und der Arbeitszeiten wegen an den Nagel gehängt, doch als das Puppentheater Mitspieler für das Gruseltheater auf der Burg Schönfels suchte, bewarb sie sich für eine Statistenrolle und wurde angenommen. "Ich war die Pest", sagte die 39-jährige Polin, die der Liebe wegen vor elf Jahren nach Grünau in Langenweißbach zog. Für die polnische Ausstatterin Ewa Wozniak war "Der kleine Häwelmann" bereits die vierte Arbeit am Zwickauer Puppentheater. Zuvor hatte sie die Puppenspiele "Der kleine Rabe Socke" und "Die kleine Raupe im Gefühlssalat" ausgestattet. "Ich kenne Ewa seit dem Studium in Polen. Sie hat zuerst das Puppenspiel und danach das Puppenbauen studiert",sagte Puppentheaterdirektorin Monika Gerboc, die selbst zwar gebürtige Slowakin ist, doch selbst auch Polnisch spricht und zur Premierenfeier in die Dolmetscherrolle schlüpfte. (lth)

Kay Fichtner (46), Turner, wurde in Rathenow geboren, besuchte die Sportschule in Potsdam, wohnt in Leipzig und ging trotzdem am Samstag bei der 35. Auflage des Friedrichsgrüner Paarturnens für den ausrichtenden Verein an den Start. "Ende der 1980er-Jahre war ich das erste Mal hier mit dabei und komme seitdem regelmäßig her. Inzwischen bin ich sogar Mitglied bei der Sportgemeinschaft Friedrichsgrün und gehe beim Paarturnen natürlich auch für den Verein an den Start", berichtete er. Hätte Kay Fichtner das am Samstag nicht getan, wäre seitens der Gastgeber im Männerbereich kein Teilnehmer mit von der Partie gewesen. Gründe dafür waren Urlaub und verletzungsbedingte Ausfälle. "Ich turne seit meinem achten Lebensjahr. 1988 habe ich mit dem Leistungssport in der Bundesliga aufgehört und danach nur noch in meiner Freizeit geturnt", sagte Fichtner. Beim diesjährigen Paarturnen belegte er mit seiner Turnpartnerin "auf Zeit" den achten Platz. Das war nicht sein erster Erfolg unter Friedrichsgrüner Flagge. Erst im vorigen Jahr wurde der gebürtige Preuße in seiner Altersklasse Sachsenmeister. (awo)

Claudia Singer (51), Zwickauer Kosmetikerin, die am 9. März 2018 mit dem "Gloria"-Deutscher-Kosmetikpreis ausgezeichnet wurde, freut sich über die Einladung zur diesjährigen "Gloria"-Preisverleihung am 30.März im Düsseldorfer "Hilton"-Hotel. Zu den Laudatoren des Abends gehören neben Tennislegende Boris Becker unter anderem der Schauspieler Kai Wiesinger, die Schauspielerinnen Bettina Zimmermann und Katja Flint sowie die Moderatorin Birgit Schrowange. Moderiert wird die Gala wie bereits im Vorjahr von Alexander Mazza. "Meine Laudatorin war die Schauspielerin Anja Kling. Ich weiß noch ganz genau, wie aufregend es war. Diesmal kann ich als Gast den Abend einfach genießen", sagte die Kosmetikerin, die im vergangenen Jahr in der Kategorie "Institut bis zwei Mitarbeiter" den "Oskar" der Kosmetikbranche nach Zwickau holte. 2018 feierte sie mit ihren Kunden eine "Sieges"-Feier und die "5zig Jahre Kosmetik Singer"-Party. Seit 2014 zeichnet "Kosmetik international" einmal jährlich die besten Hautpflege-Experten für überragende Dienstleistungen und herausragenden Kundenservice aus. Ermittelt werden die Gewinner in einem mehrstufigen Auswahlverfahren von einer Jury aus Branchenfachleuten, Wirtschaftsexperten und Beauty-Redakteuren. Unterstützt werden diese dabei von anonymen Testkunden. (lth) Helmut Patsch (86) aus Bärenwalde, einem Ortsteil der Gemeinde Crinitzberg, ist vor Kurzem mit dem "Ehrenkreuz für 70 Jahre treue Dienste in der Feuerwehr" ausgezeichnet worden. Der Senior, der inzwischen seit mehr als drei Jahren in der Anlage für betreutes Wohnen der Sozialstation in Obercrinitz lebt, hat die Auszeichnung aus den Händen von Bürgermeister Steffen Pachan (Büko) und Gemeindewehrleiter Steffen Teubert entgegengenommen. Beide übergaben die Urkunde und das Ehrenkreuz im Auftrag des sächsischen Landesfeuerwehrverbandes. "Ich freue mich darüber. Schön, dass man an mich denkt", erklärt der Rentner, der einst in unmittelbarer Nachbarschaft zum alten Gerätehaus in Bärenwalde wohnte. "Wenn die Sirene losging, war mein Mann immer der erste im Depot", weiß seine Ehefrau Gisela. Auch wenn er abends nicht gleich nach Hause kam, wusste die Ehefrau, wo sie ihren Mann findet: im Gerätehaus. Übrigens: Am 29. Juni feiern die Kameraden der Bärenwalder Ortswehr ihr 155-jährige Bestehen. Der Senior will natürlich gern dabei sein. Nicht ohne Grund: Immerhin arbeiten Sohn und Enkel ebenfalls in der Feuerwehr mit. (jwa)

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