Stadt bestellt Möbel für Kirchberger Markt

Die Altmarktbaustelle liegt in den letzten Zügen. Jetzt soll der Budenzauber in diesem Jahr auch noch aufgefrischt werden.

Kirchberg.

Fünf bis sechs Tage muss das geschlämmte Material aushärten, mit dem die Pflastersteinfugen im letzten noch gesperrten Kirchberger Altmarktbereich verfüllt wurden. Wenn alles gut geht, könnten am Montag oder Dienstag die Absperrungen wegkommen, informierte Bauamtsleiter Henry Funk. Nächste Woche soll auch noch das fehlende Geländer montiert werden. Die Dauerbaustelle Altmarkt geht dem Ende entgegen.

Ursprünglich sollte der Markt schon Ende 2017 fertig sein. Die zuständige Baufirma musste sich bereits vor den Stadträten erklären. Die Stadt forderte Nachbesserungen. Mittlerweile sprudelt der Brunnen, Teile des Marktes stehen als Parkfläche wieder zur Verfügung.

Damit der Weihnachtsmarkt nicht nur für die Besucher, sondern auch die Markthändler zum Fest wird, hat der Stadtrat jetzt einer Ausgabe in Höhe von knapp 47.000 Euro zugestimmt. Davon sollen sieben neue Markthütten gekauft werden. Durch Probestellen der alten Hütten hat die Stadt einen Lageplan für Feste erstellt. In flachen Marktbereichen sollen Verkaufswagen, in steilen Buden gestellt werden. Doch die alten Hütten haben Mängel.

Die Stadt hatte sich bisher von Wilkau-Haßlau kostenpflichtig Markthütten ausgeliehen, 15 besitzt sie selbst, zehn davon sind in schlechtem Zustand, besitzen zudem keinen festen Boden. "Im Steilbereich des Marktes kann man die gar nicht aufstellen. Händler hatten sich zudem beklagt, dass es zieht und dass man da auf dem blanken Pflaster steht", erklärte Bürgermeisterin Dorothee Obst (Freie Wähler).

CDU-Ratsmitglied Udo Schreuer war wenig begeistert über diese Summe. Ihm fehlte ein Vergleichswert, und er vermisste eine Ausschreibung. Bürgermeisterin Obst zufolge kosten Hütten ohne Unterbau etwa 5500 Euro. Angesichts dieses Stückpreises schien der Verwaltung die Kosten in Höhe von knapp 6700 Euro für eine höhenverstellbare Hütte gerechtfertigt. "Wenn eine Ausschreibung gewünscht wird, machen wir das", erklärte die Bürgermeisterin, gab aber zu bedenken, dass die Zeit drängt. Es sei bereits viel Zeit verstrichen auf der Suche nach separaten Stahlpodesten, die an die 30.000 Euro kosten würden. CDU-Fraktionschef Rico Möckel erklärte, dass auch er über den Preis erschrocken war: "Aber wenn wir noch lange diskutieren, findet Weihnachten ohne Buden statt."

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