Stadt drosselt Tempo vor zwei Kitas

Neun Anträge in Zwickau blieben ohne Erfolg

Die Verkehrsbehörde der Stadt Zwickau hat vor zwei Kitas und einer Grundschule Tempo-30-Zonen eingerichtet. "An neun Einrichtungen lagen die Einsatzvoraussetzungen für die Reduzierung der Geschwindigkeit nicht vor", so Heike Reinke vom Pressebüro der Stadtverwaltung. Eine Änderung der Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung macht seit 2016 möglich, dass unter anderem vor Kitas, Schulen, Pflegeheimen und Krankenhäusern "innerörtliche, streckenbezogene Geschwindigkeitsbeschränkungen auf 30 Stundenkilometer" angeordnet werden dürfen. In Zwickau gibt es derzeit insgesamt 39 Tempo-30-Zonen.

In diesem Zusammenhang stellt die Rathausmitarbeiterin zudem klar, dass "sämtliche verkehrsorganisatorischen Maßnahmen in der Arbeitsgruppe Verkehrsorganisation" erörtert werden. Unter Leitung der Verkehrsbehörde der Stadt würden das Tiefbauamt, die Polizei und die Unternehmen des Öffentlichen Personennahverkehrs an verkehrsrechtlichen Themen arbeiten. Im Ergebnis dessen werde über Anordnungen entschieden. Vor-Ort-Begehungen würden aber nur nach Bedarf stattfinden. "Im Übrigen gibt es in Zwickau keine weiteren Unfallhäufungen im Bereich der Tempo-30-Zonen", betont Reinke.

Neben der Stadt Zwickau hat auch das Landratsamt neue Verkehrszeichen angeordnet, und zwar bisher vor 22 Einrichtungen: 13 vor Kitas, sieben vor Grundschulen und jeweils eine vor einer Oberschule und einem Pflegeheim, so Kreissprecherin Ilona Schilk. Neben dem Verkehrsamt des Kreises entscheiden auch die Straßenverkehrsbehörden der Großen Kreisstädte Crimmitschau, Glauchau, Hohenstein-Ernstthal, Limbach-Oberfrohna und Werdau über die Tempo-30-Zonen. So hat allein Glauchau im Stadtgebiet und im Ortsteil Reinholdshain sieben Genehmigungen erteilt. "Wir haben alle Einrichtungen auf die Voraussetzungen für Tempo 30 mit der Polizei und dem Straßenbaulastträger geprüft", erklärt Rathaussprecherin Bettina Seidel. (jwa)

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