Stadtrat stimmt höherer Gebühr zu

Die Straßenreinigung wird teurer. Nun sind sich die Bürgervertreter uneins, ob mehr oder weniger Straßen maschinell gekehrt werden sollten.

Zwickau.

Ab 1. Januar zahlen Grundstückseigentümer mehr dafür, dass die Kehrmaschine ihre Runden auf Zwickaus Straßen dreht. Um 12 Cent auf 1,21 Euro pro Frontmeter und Jahr steigt die Gebühr. Das hat der Stadtrat jetzt beschlossen.

Ein Frontmeter entspricht nicht einem Meter zu reinigender Straße, sondern errechnet sich anhand des zum Grundstücks gehörenden Gebäudes. Baubürgermeisterin Kathrin Köhler (CDU) nannte als Beispiel ein Grundstück mit 18 Frontmetern in der Innenstadt. Bei einer Reinigung zweimal pro Woche steigt der Preis um 4,32 Euro auf 43,56 Euro.

Insgesamt werden in Zwickau 157 Straßen und Plätze gereinigt. 207 Kilometer entsprechen dabei 56Prozent der gesamten Straßenlänge. Dreieinhalb Vollzeitstellen sind dafür eingerechnet. Die Stadträte stimmten zwar für die Gebührenerhöhung. Uneins sind sie jedoch darin, ob die Stadt künftig mehr Straßen reinigen soll. Dafür plädierte Thomas Koutzky (Linke) und erhielt die Zustimmung von Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD). Das sei verlässlicher und sehe ordentlicher aus, sagte sie. Carsten Schick (FDP) hielt dagegen, dass das Interesse an maschineller Reinigung sinkt, wenn der Preis steigt. Über die Liste der zu kehrenden Straßen bestimmt der Stadtrat.

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