Städtische Gelder für sozialen Treff bleiben aus

Wegen Haushaltssperre muss Wohnungslosenhilfe Angebot einschränken

Zwickau.

Aufgrund der Haushaltssperre der Stadt Zwickau kann der Wohnungslosentreff an der Römerstraße derzeit auf keine finanzielle Unterstützung der Kommune hoffen. Denn derzeit werden nur noch Rechnungen beglichen, zu denen das Rathaus vertraglich und rechtlich verpflichtet ist. Der Treff hingegen ist eine freiwillige Zahlung. Das hat weitreichende Folgen für die Betroffenen wie für die Mitarbeiter. "Ich habe Verständnis dafür, dass die Stadt nicht mehr zahlt, wenn etliche Steuereinnahmen fehlen. Dennoch geht es hier um Menschen, die wohnungslos sind", so Petro Richter, Leiter des Wohnungslosentreffs.

Zwei der drei Mitarbeiter der Sozialeinrichtung mussten in Kurzarbeit geschickt werden. Dadurch kann der Treff nicht wie sonst täglich geöffnet sein. "Wir haben jetzt donnerstags und sonntags zu", sagt Richter. Im vergangenen Jahr hatte die Einrichtung 105.000 Euro von der Stadt bekommen. Die Stadtmission ist Träger des Wohnungslosentreffs und springt derzeit finanziell ein. Doch die Mittel reichen auch nur begrenzt, so die Vorsitzende der Stadtmission, Gabriele Floßmann. Eine Schließung sei die "letzte Konsequenz". Auch Petro Richter hofft, dass es soweit nicht kommen wird. "Vielleicht springt ja der Freistaat mit Geldern ein, die freiwilligen sozialen Angeboten wie uns etwas nutzen", so der Beratungsstellenleiter. "Die Stadt ist an unserer Arbeit interessiert. Dass derzeit keine Gelder fließen, wird sicher kein dauerhafter Umstand sein", sagt Richter.

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