Starke Leistungen

Musikensemble präsentiert neues Programm. Hobbykünstler kommt verletzt zur Ausstellung. Ein Sportfanatiker aus Mülsen feiert 70. Geburtstag.

Die Muggefugg Symphoniker haben am Samstag in zwei Vorstellungen erstmalig ihr neues Programm "Tango Passion" vorgestellt. Arrangiert wurden alle 25 Titel von Mirela Walla, der Ersten Schlagzeugerin des Theaters Plauen-Zwickau. Ihr Lebensgefährte Bernhard Knobloch, Erster Klarinettist des Theaters, führte wie immer charmant und informativ durchs Programm, das das begeisterte Publikum tief in die Welt des Tango eintauchen ließ. Dabei erfuhren die Gäste im ausverkauften Malsaal in Zwickau sowohl Geschichtliches als auch interessante Anekdoten und genossen natürlich die Tango-Musik in ihrer ganzen Vielfalt. Die Muggefugg Symphoniker präsentierten sich übrigens in fast vollständiger Gründungsformation, denn ihr Gründungsmitglied Marian Kolev sprang für die Violinistin Susanne Brandt ein, die zurzeit ihre Elternzeit genießt. Aus Hamburg angereist war erneut der Sänger Michael Kunze, der seinerzeit den Anstoß zur Gründung des Ensembles gab. Während Wieland Pörner am Cello und Reiner Strothmann am Kontrabass ebenfalls zu den Muggefugg-"Urgesteinen" gehören, ist Simon Voigtländer am Piano der Neuzugang. "Das Programm ist technisch wirklich sehr schwer. Deswegen freuen wir uns, dass es so gut angenommen wurde", sagte Bernhard Knobloch. (lth)

Michael Steinbrückner (73), in Zwickau geborener und seit 2009 wieder in Zwickau lebender Hobby-Maler, stellte am Samstag im Rahmen der Konzertreihe des Kunst- und Kulturfördervereins Fraureuth 15 seiner Bilder in der "Alten Turnhalle" in Fraureuth aus. Fast musste er der eintägigen Ausstellung fern bleiben, da er sich am letzten Tag der Venedig-Reise des Zwickauer Förderstudios für Grafik und Malerei, dessen Mitglied er seit 2014 ist, den rechten Fuß böse umgeknickt hat. Unter den gezeigten Bildern war auch eines, in dem er seine Inhaftierung durch die Staatssicherheit in der Haftanstalt Cottbus in den Jahren 1979 bis 1981 verarbeitet hat. Der frühere Ingenieur für Starkstromanlagenbau beschäftigt sich seit seinem Ruhestand intensiv mit Malerei, Kunstgeschichte, Geschichte und Literatur. Verabschieden musste er sich am Abend von seinem Lieblingsbild "Die Tanzkapelle und der Tod" aus dem Jahr 2016, da es einem Ehepaar so gefallen hat, dass es das Bild unbedingt haben wollte. Der Kunst- und Kulturförderverein präsentierte an diesem Abend das tschechische Klaviertrio, das aus den Schwestern Marcela Krizova und Radka Karageorgieva und deren Mann Nikola Karageorgiev besteht. "Die Künstler haben bereits vor vier Jahren bei und angefragt. Es ist die übliche Wartezeit für unsere sechs Konzerte im Jahr", sagte Mathias Erler, der für die Durchführung der Konzerte verantwortlich zeichnet. Am 30. November veranstaltet der Förderverein das letzte Konzert des Jahres. (lth) Matthias Grummet (41) hat während des Fackelzaubers in Zwickau-Marienthal dafür gesorgt, dass die Pauluskirche ähnlich gut gefüllt war wie später am Abend die öffentlichen Plätze. Mit zwei Konzerten unterhielt der Musiker seine Zuhörer in dem gut gefüllten Gotteshaus. Zunächst spielte er an der Orgel Filmmusiken - angefangen von "Forrest Gump" über "Die fabelhafte Welt der Amelié" bis hin zum Titelsong aus "Babylon Berlin" und einem Medley bekannter Melodien aus "Flucht der Karibik". Dass dies mitunter ungewöhnliche Werke für ein Kirchenkonzert sind, ist ihm klar, sagt er. "Aber es ist einfach auch Musik. Und wir wollen auch mit der Zeit gehen." Dass die sonst übliche Ruhe bei Konzerten durch ein ständiges Kommen und Gehen etwas gestört wird - damit komme er klar. "Es ist eine Chance, die Menschen anzulocken." Und das gelangt ihm gleich zweimal. Nach den Orgel- stücken wechselte Grummet ans Dirigentenpult und leitete ein sehr unterhaltsames Konzert mit der BigBand des Peter-Breuer-Gymnasiums. (sth)

Stephan Künzel, der sich selbst als Sportfanatiker bezeichnet, hat am Sonntag seinen 70. Geburtstag gefeiert. Ungeachtet der Jahre, die der gebürtige Mülsener auf dem Buckel hat, gehört die tägliche Portion Sport nach wie vor zu seinem festen Tagesprogramm. "Ich bin in dieser Hinsicht sehr diszipliniert und absolviere jede Woche zehn bis zwölf Trainingseinheiten. Neben dem Fitnessstudio bin ich auch auf Rollen oder mit den Rad unterwegs", sagt der 70-Jährige. In Vorbereitung auf die Senioren-Rad-WM in Tirol, bei der Künzel diesmal den sechsten Platz im Bergsprint belegen konnte, hatte er allein in diesem Jahr rund 14.000 Kilometer auf dem Rad zurückgelegte. Seine ganz persönliche Lebensmaxime: Ein Tag ohne Sport ist ein verlorener Tag. Stephan Künzel wollte schon als Kind Sportler werden, verfügte über den passenden Körperbau und ein großes Herzvolumen. Über die BSG "Martin Hoop" Mülsen führte der Weg des talentierten Mittelstreckenläufers zum SC Karl-Marx-Stadt. 1970 erfolgte die Berufung in die Nationalmannschaft. Im gleichen Jahr wurde er über 1500 Meter DDR-Vizemeister. (awo)

Thomas Lipp (59) hat ein einfaches Rezept für positive Lebenszeitgestaltung im Alter: "Raus aus dem Nest, Bewegung an frischer Luft, Sonne, und täglich ein Ei auf dem Speiseplan." Mit einfachen Verhaltensweisen könnten altersbedingter Muskelschwund und Mangelernährung besser aufgehalten werden, als mit teuren Therapien, verordnete der Facharzt für Allgemeinmedizin rund 60 Teilnehmern der IHK-Veranstaltung "Kommunikation, Gewalt und Ernährung in der Pflege". Engagiert, kurzweilig und pointiert referierte der Leipziger Mediziner über "Ernährung im Alter". Lipp verknüpfte Erfahrungswissen mit praktischen Handreichungen: "Täglich eine Flasche Trinkkost für 70 Cent präventiv verabreicht, führt zur Halbierung postoperativer Komplikationen." Der Gastredner erinnerte an den gesunden Menschenverstand: "Natriummangel ist die häufigste Ursache für Stürze - ich möchte in keinem Pflegeheim natriumarmes Wasser sehen!" Um Mangelernährung zu vermeiden und adäquate Energieaufnahme sicherzustellen, sollten Pflegeakteure die zentrale Frage stellen: "Profitiert der Patient in Bezug auf seine Lebensqualität? Fragen Sie das bitte auch den behandelnden Arzt!", sagte er. (kabu/IHK)

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