Stimmung auf christlicher Basis

Ehrensache! Engagiert in Westsachsen. Heute: Der Bärenwalder Verein "Fire-Abend", der eine Mischung aus gesel- ligem Abendessen, ungezwungenen Gesprächen und Livemusik anbietet.

Bärenwalde.

Es ist ein erheblicher Aufwand, den die Mitglieder des Bärenwalder Vereins "Fire-Abend" betreiben, nur um einmal im Monat eine Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Die allerdings sucht in der Region ihresgleichen. Die Treffen nennen sich "Fire-Abend in a Pub" und ist eine Mischung aus geselligem Abendessen, ungezwungenen Gesprächen und Livemusik. Abgesehen von einer zweimonatigen Sommerpause, finden die Veranstaltungen immer am zweiten Freitag im Monat statt.

"Die Ursprünge des Ganzen liegen jetzt zehn Jahre zurück. Es gab damals bei uns im Ort eine Band, die bei Jugendabenden in der Kirche gespielt hat. Die jungen Leute wollten aber auch mal an einem anderen Ort auftreten - möglichst im Flair eines Pubs", erinnert sich Vereinsvorsitzender Matthias Schnabel. Ein passendes Objekt, noch dazu im Ort, war schnell gefunden: das ehemalige BHG-Gebäude am früheren Bahnhof Oberhartmannsdorf. "Das urige Ambiente des Hauses, das sich in Privatbesitz befindet, hatte es uns sofort angetan. Mit dem Eigentümer wurden wir uns schnell einig und können den Pub seither einmal im Monat für unsere Veranstaltung anmieten. Der Zuspruch war von Anfang an richtig gut", sagt der 43-jährige Vereinschef. Allerdings waren sich Matthias Schnabel und sein derzeit 16-köpfiges Team darüber im Klaren, dass das anfängliche Interesse auf Dauer nur erhalten bleibt, wenn dem territorial relativ begrenzten Publikum ein musikalisch breiteres Spektrum angeboten wird. Dennoch sollten an einem der ursprünglichen Anliegen der "Fire-Abende" definitiv keine Abstriche gemacht werden. Schnabel: "Sowohl ich als auch mein langjähriger Mitstreiter Joachim Schott, mit dem ich das Projekt gegründet habe, kommen aus der Kirchenarbeit. Daher ist es natürlich logisch, dass uns auch an der Vermittlung christlicher Werte liegt. Es muss aber keiner unserer Gäste befürchten, dass hier eine groß angelegte Missionierung auf ihn wartet. Wichtiger ist uns, dass die Leute miteinander ins Gespräch kommen - auch über die Ortsgrenzen hinaus."

Sascha Aurich

Aurichs Woche:Der „Freie Presse“-Sonntagsnewsletter von Sascha Aurich

kostenlos bestellen

Dieses Konzept hat sich über die Jahre bewährt. In aller Regel sind die 140 zur Verfügung stehenden Sitzplätze schnell belegt. Die Besucherzahlen liegen jedoch deutlich höher. "Das Essen ist bei uns preiswert. Um diesen Teil des Abends kümmert sich unsere Vermieterin, die Firma Birkenhain, die in ihrem Gebäude über eine eigene Großküche verfügt. Durch die moderaten Preise kommen viele Familien vorbei, um hier Abendbrot zu essen. Etliche davon gehen gegen 21 Uhr wieder und machen Platz für andere Gäste", sagt Matthias Schnabel. Ausschließlich mit bezahlbarem Essen wäre die Veranstaltungsreihe aber nicht so lange in der Erfolgspur geblieben. Erst die Musik macht die Sache am Ende rund.

Vereinsintern liegt die Verantwortung dafür in den Händen von Christiane Stejskal. Die 31-Jährige hat diese Aufgabe erst im vergangenen Jahr von Joachim Schott übernommen. "Ich habe das ja schon viele Jahre miterlebt, möchte das erfolgreiche Konzept fortführen, vielleicht aber auch ein paar neue Akzente hineintragen. Dabei spielt es keine Rolle, welche Musik ich mag. Vielmehr kommt es darauf an, den Geschmack eines möglichst breiten Publikums zu treffen", sagt sie. Um das zu schaffen, hört sie sich regelmäßig bei den Gästen um, freut sich aber auch über Tipps und Ideen von älteren Vereinsmitgliedern.


Nachwuchskünstler bekommen eine Plattform

"Fire-Abend in a Pub" bietet nicht nur jungen Nachwuchsmusikern eine Plattform für Auftritte. Denn da der Bärenwalder Verein "Fire-Abend" aufgrund seiner Gemeinnützigkeit aus den Einnahmen keinen Gewinn erzielen darf, werden entsprechende Finanzmittel zurückgelegt, um auch bekannte Profikünstler zu einem Konzert in den Ort einzuladen zu können.

Obwohl das Hauptaugenmerk der Vereinsarbeit auf den monatlichen "Fire-Abenden" liegt, gibt es noch eine Randsparte. Regelmäßig gehen speziell die weiblichen Vereinsmitglieder über die Ortsgrenze nach Hartmannsdorf, um dort zweimal im Jahr einen Kinderkleiderbasar auf die Beine zu stellen - inzwischen schon 21-mal. (awo)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...