Strom bringt Reinsdorf fast 4 Millionen Euro

Der Vertrag steht: Eine langfristige Abmachung mit dem Stromkonzern Envia M spült stetig Geld in die Gemeindekasse.

Reinsdorf.

Diese Unterschrift hat Rathauschef Steffen Ludwig (parteilos) gern geleistet. Immerhin sichert sie für die nächsten 20 Jahre Einnahmen in Höhe von etwa 188.000 Euro jährlich für das Gemeindesäckel. Reginald Fuchs, Kommunalbetreuer des Stromversorgers Envia M, sowie Reinsdorfs Bürgermeister unterzeichneten den neuen Konzessionsvertrag. Der Vertrag tritt am 1. Januar 2022 in Kraft und endet am 31.Dezember 2041.

"Reinsdorf schätzt die Zusammenarbeit mit Envia M wegen der Zuverlässigkeit", sagte Bürger- meister Ludwig. "Ein gutes Bei- spiel hierfür ist die Ansiedlung des Unternehmens Meleghy Automo- tive, das sich auf den Karosseriebau für die E-Mobilität spezialisiert hat. Hier bauen wir auf die Kooperation zwischen Energieversorger, Mele-ghy Automotive und unserer Gemeinde beim Netzanschluss im Industriegebiet."


Mit dem Stromkonzessionsvertrag erlaubt die Kommune dem Energiedienstleister die Nutzung ihrer öffentlichen Wege und Straßen in den sieben Ortsteilen. Der Stromversorger darf demnach Leitungen und Kabel verlegen und die Stromnetze betreiben. Als Gegenleistung erhält die Kommune jährlich eine Konzessionsabgabe. Für Reinsdorf springen dabei innerhalb der vertraglichen 20 Jahre 3,76 Millionen Euro heraus. In der Kommune versorgt Envia M eine Fläche von 21Quadratkilometern mit Strom und betreibt in dem Gebiet ein Netz mit einer Gesamtlänge von 136 Kilometern. Insgesamt werden in Reinsdorf 7479 Einwohner mit Elektroenergie versorgt.

Als Netzbetreiber der Envia kümmert sich die Mitnetz Strom um Kabel, Leitungen und Trafostationen. Der Dienstleister investiert ständig in die Modernisierung des Netzes. So wird beispielsweise in nächster Zeit in die Erweiterung des Umspannwerkes Silberstraße investiert. In der Nordstraße verlegt Mitnetz in Koordinierung mit den Verantwortlichen des Straßenbauprojektes ein 710 Meter langes Niederspannungskabel. Zugleich werden zwölf Niederspannungshausanschlüsse modernisiert und erdverkabelt. "Die Freileitung wird demontiert", sagt Fuchs. Mitnetz investiert so rund 114.000 Euro.

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