Sturmbilanz: 30 Lkw Schadholz

Sturmtief Friederike hat im Januar auch im Zwickauer Stadtwald gewütet. Doch es werden in diesem Jahr nicht nur neue Bäume angepflanzt.

Die noch unterschiedlich gestalteten Wegweiser sollen in diesem Jahr vereinheitlicht werden. Dafür stehen rund 18.000 Euro zur Verfügung.

Für Sie berichtet: Ramona Nagel

Sturmtief Friederike hat im Weißenborner Wald rund 1000 Festmeter Schadholz hinterlassen. Das entspricht ungefähr 30 Lastkraftwagenladungen. "Der Schaden lässt sich als leicht bis mittel bezeichnen", sagte der zuständige Amtsleiter Jörg Voigtsberger am Dienstagabend beim Stadtspaziergang mit Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD). Ein Großteil des Holzes wird etwa als Industrie- oder Spanholz weiterverarbeitet. Dass es keine schweren Schäden gab, liegt an der guten Durchmischung des Baumbestandes und an dem mit rund 20 Prozent eher geringen Anteil Fichten. Diese Flachwurzler sind bei Sturm besonders gefährdet. Außerdem stehen im Stadtwald sehr viele Eichen, Kiefern und andere Laubholzarten. In Kürze werden leere Stellen aufgefüllt und neue Bäume gepflanzt.

Insgesamt umfasst der Wald 240 Hektar. Einschließlich der Waldbestände in der Stadt sowie in Vielau und Wildenfels bewirtschaftet die Kommune 410 Hektar. Entwicklung und Bewirtschaftung werden in einem Zehnjahresplan festgelegt und dieser in Abstimmung mit den Landesbehörden jährlich aktualisiert. "Die Stadt kann nicht Bäume fällen, wie sie möchte, das muss erst genehmigt werden", sagte Voigtsberger. Neben der weiteren Sanierung von Wegen sollen in diesem Jahr unter anderem die Wegweiser neu gestaltet und vereinheitlicht werden. Dafür stehen rund 18.000 Euro zur Verfügung.

Nicht nur Sturm und Regen, sondern auch die große Hitze der vergangenen Wochen macht Bäumen zu schaffen. "Unser Baumbestand ist jedoch relativ sicher, wenn es künftig noch mehr solche heißen Sommer geben sollte", meinte Voigtsberger. Das liege wiederum an der guten Durchmischung. In unseren Breitengraden müssten Bäume sowohl Hitze als auch Minusgrade verkraften.

Beim traditionellen Stadtspaziergang kommt OB Findeiß mit den Bürgern ins Gespräch. Dieses Mal führte die etwa 3,5 Kilometer lange Strecke von Marienthal bis in den Waldpark Weißenborn. Schwerpunkt war dabei die Wohngebietsentwicklung in Marienthal. Derzeit werden dort viele Wohnungen saniert und unter anderem nach neuen Grundrissen gestaltet. Dabei sind die Grundrisse bei der Neugestaltung das eigentliche Problem. Traditionell waren Küche und Bad in Neubauwohnungen sehr schmal. Diese Räume deutlich großräumiger - dieser Wunsch hat nicht nur ästhetische Gründe. Vielmehr ist das für ältere Menschen mit Rollstühlen und Rollatoren notwendig, genauso wie ein ebenerdiger Einstieg in die Dusche. Entstehen sollen Zwei- bis Vierraumwohnungen. Derzeit leben in dem Wohngebiet überwiegend Ältere. Wunsch von Stadt und Wohnungsunternehmen ist es jedoch, dass sich wieder stärker junge Familien ansiedeln.

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