Süßer Saft aus gut 13 Tonnen Äpfeln

Der Obst- und Gartenbauverein Mülsen St. Micheln erlebt im 90. Jahr seines Bestehens eine Renaissance. Die Mitgliederzahl stieg von 24 auf 114.

Mülsen St. Micheln.

Dass es dieses Jahr so toll läuft, hätte sich Yvonne Vogel nicht träumen lassen, als sie Ende 2017 den Vorsitz im Obst- und Gartenbauverein im Mülsener Ortsteil Micheln übernahm. "Wir haben das 90-jährige Bestehen gefeiert und die Vereinsarbeit wieder angekurbelt, nachdem voriges Jahr gar kein Apfelsaft in unserer Mosterei gepresst wurde", sagt sie. Diesen Herbst dagegen herrschte ganz schöner Betrieb in der Mosterei. Der Verein wuchs von 24 auf 114Mitglieder. Das jüngste ist 17 Jahre, die alten Hasen zählen bereits mehr als 80Lenze. Die Mitglieder kommen nicht nur aus Mülsen, sondern auch aus Lichtenstein, Zwickau, Reinsdorf, Hirschfeld und Kirchberg. Sie haben insgesamt 13.372 Kilogramm Äpfel vermostet. Das ergab 10.774Flaschen Saft. "Die Äpfel waren zwar durch die Trockenheit nicht so saftig wie in den vergangenen Jahren, aber dafür ist der Saft diesmal besonders süß", sagt Yvonne Vogel. "Einer hat zu mir gesagt, der schmeckt so wie der Apfelmus, den meine Oma immer gemacht hat."

Die Vereinsvorsitzende berichtet, dass für einmal Mosten, das heißt für die Verarbeitung von zwei Tonnen, etwa zwölf Personen gebraucht werden, die das Obst annehmen, pressen, filtern, abfüllen und ausgeben. "Es steckt also ganz schön viel Arbeit drin. Aber die lohnt sich, weil der Saft nicht nur gut schmeckt, sondern auch gesund ist. Es ist ja nichts drin außer Äpfeln. Und obwohl keinerlei Chemie verarbeitet ist, hält er sich ein Jahr lang bedenkenlos."

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