Tatverdächtiger nach Keller-Explosion in U-Haft

Mann soll Gaskartuschen in die Luft gejagt haben - Vor fünf Jahren gab es schon einen ähnlichen Fall

Glauchau/Zwickau.

Die Explosion im Keller eines Mehrfamilienhauses in Glauchau scheint aufgeklärt zu sein. Am Mittwochnachmittag hat der Haftrichter am Amtsgericht Zwickau gegen einen 43-Jährigen Untersuchungshaft angeordnet. Er soll für den Vorfall am Sonntagmorgen verantwortlich sein und wird verdächtigt, drei Camping-Gaskartuschen zur Explosion gebracht zu haben. Fensterscheiben zerbarsten, Trümmerteile flogen durch die Luft. Zudem kam es zu einem Brand. Die Feuerwehr konnte ihn schnell kontrollieren und löschen. Zwei im Haus wohnende Frauen, 77 und 91 Jahre alt, wurden von Polizisten aus dem Haus gebracht. Beide blieben unverletzt und konnten noch am Sonntag in ihre Wohnungen zurück.

Der Tatverdächtige ist nach Polizeiangaben ein ehemaliger Bewohner des Hauses und wurde unmittelbar vor den Explosionen gesehen, wie er den Ort des Geschehens verließ. Am Dienstagabend ist er bei einer Kontrolle der Bundespolizei auf dem Bahnhof in Hof angetroffen und vorläufig festgenommen worden.

Es war nicht das erste Mal, dass in Glauchau eine Explosion in einem Wohnhaus herbeigeführt wurde. Im Jahr 2013 gab es einen ähnlichen Fall. Ein Hausbewohner hatte damals fünf Gaskartuschen in den Ofen eines Küchenherdes gestellt, den Herd angestellt und das Haus verlassen. Eine Kartusche explodierte, dabei öffnete sich glücklicherweise die Ofentür, sodass die Luft abkühlen konnte und es zu keinen weiteren Explosionen kam. Das Wohnhaus ist inzwischen abgerissen. Der Täter, ein damals 38-Jähriger, wurde zu drei Jahren Haft verurteilt. (sto)

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