Theater zeigt Tanzstück über Pechstein

Weitere Aufführungen finden im Zwickauer Malsaal statt

Zwickau.

Das Tanzstück "Arbeiten! Rausch! Gehirn Zerschmettern!" über Max Pechstein ist weiterhin im Zwickauer Malsaal zu sehen. Das sagte Carolin Eschenbrenner, Sprecherin des Theaters Plauen-Zwickau. Die nächsten Aufführungstermine sind am 25. Januar (19.30 Uhr), 1. Februar (19.30 Uhr), 10. Februar (18 Uhr) sowie 8. März (19.30 Uhr).

In ihrem Tanzabend entwickelte Ballettdirektorin Annett Göhre anhand von Pechsteins Schaffen eine Hommage an eine Generation, die ihre Kunst bewusst gesellschaftlichen Konventionen entgegengestellt hat. Das Bühnenbild entwarf Mireia Vila Soriano, die Kostüme stammen von Leah Lichtwitz.

Aufgewachsen in einer Zeit der immer rasanteren sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen, versuchte Max Pechstein, mit seiner Kunst ein neues Verhältnis zur Natur zu finden. Der 1881 in Zwickau geborene Maler hatte ein wechselhaftes Schicksal: Nach seinem Studium gehörte er zur Dresdner Künstlervereinigung Brücke; 1914 reiste er in die Südsee, die für ihn zeitlebens ein paradiesischer Sehnsuchtsort blieb. Anschließend führen seine Spuren auf die Schlachtfelder des Ersten Weltkriegs. All diese Erfahrungen finden Niederschlag in seinen Arbeiten.

Schon früh lösten Pechsteins Bilder emotionale Reaktionen aus. Erst nach Kriegsende wurde der 1933 als "entarteter Künstler" mit einem Ausstellungsverbot belegte Pechstein rehabilitiert. (ja)

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