Therapien in vielfältigen Formen

Sonderpreis für Ebersbrunner Nachwuchsschnitzer. Reinsdorfer Brüder wirken im Pechstein-Film mit. "Schlingel"-Filme werden im Krankenhaus gezeigt.

Prof. Dr. Jan-Peter Warnke (60), Leiter der Neurochirurgie an der Paracelsus-Klinik Zwickau, ist stolz darauf, dass an der Klinik ab sofort das Nano-Therm Therapiesystem eingesetzt werden kann. Im Juni hatten Paracelsus und die Magforce AG den Abschluss einer Kooperationsvereinbarung sowie die geplante Eröffnung eines mobilen Nano-Therm-Behandlungszentrums für Hirntumore bekannt gegeben. Mit Erhalt der notwendigen Zertifikate erfolgte nun die Freigabe. "Ich freue mich sehr, dass mein Team und ich nun diese hoch innovative Behandlungsoption für Patienten mit Hirntumoren anbieten können. Die Nano-Therm-Therapie bedeutet nicht weniger als neue Hoffnung für jeden einzelnen unserer Patienten. Sie ergänzt unser Gesamtspektrum im neurochirurgischen Bereich um eine ganz wesentliche Komponente", sagt Warnke. Von der potenziell lebensverlängernden Wirkung bei Einsatz dieser Therapie werden nun alle Patienten in Ostdeutschland profitieren können. Die Paracelsus-Klinik Zwickau ist damit europaweit die vierte Klinik, die aktuell Magforces Nano-Therm-Therapie zur Behandlung von Hirntumoren anbietet. (fp)


Dietmar Hemmerling (69) gehört bei den Ebersbrunner Schnitzern zu den Betreuern der vor reichlich einem Jahr gegründeten Kinder- und Jugendgruppe. Dort versucht sich ein Dutzend Heranwachsender daran, Holzstücke in kleine Kunstwerke zu verwandeln. Die ersten Erfolge der Nachwuchsarbeit widerspiegeln sich nicht nur in dem einen oder anderen Einzelstück. "Wir haben vor einiger Zeit eine ganz besondere Sache in Angriff genommen: Erwachsene, Jugendliche und Kinder gestalteten gemeinsam ein Objekt, mit dem wir uns bei den Schnitzertagen in Annaberg-Buchholz am Wettbewerb unter dem Motto ,Märchenhaft' beteiligten. Für unsere Gemeinschaftsarbeit ,Märchen-Haft' haben wir den Sonderpreis erhalten", sagte Hemmerling. Dargestellt sind die vier Märchen Rapunzel, Hänsel und Gretel, Aschenputtel sowie Rumpelstilzchen, bei denen es allen irgendwie um das Thema Einsperren geht. Das Ganze kam so gut an, dass das Exponat auch beim Internationalen Märchenfilm-Festival "fabulix" in Annaberg ausgestellt wurde. (awo)


Luis (16) und Sem (10) Faißt aus Reinsdorf waren am Donnerstag vielleicht nur halb so aufgeregt, aber dafür mindestens genauso gespannt wie ihre Eltern Susanne und Andreas auf die Premiere des Filmes "Max Pechstein. Die Geschichte eines Malers" im Filmpalast "Astoria". Ihre Namen stehen genauso im Abspann des Dokumentarfilms wie der Name des Regisseurs und Autors Wilfried Hauke, der vor der Uraufführung zugeben musste, dass sein Herz wie wild poche. Wie der 1881 in Zwickau geborene Pechstein sei er ein Kind einer Arbeiterfamilie, und der Erste aus der Familie gewesen, der studiert hat, verriet der promovierte Filmemacher, der die beiden Brüder bei den Dreharbeiten in Zwickau in die Rolle des jungen Pechsteins schlüpfen ließ.

"Wir konnten es kaum erwarten, den Film zu sehen", gab die Mutter Susanne Faißt zu. Dabei stellten sie fest, dass es die Aufnahme mit Sem auf dem Weg in den Dom nicht in den Film geschafft hatte. Zu sehen ist der Zehnjährige beim Singen mit anderen Chorknaben in der Kirche, sein großer Bruder - als Einzelgast bei der Fahrt mit historischer Straßenbahn. "Wir sind sehr beeindruckt und ganz begeistert von dem Film", so Susanne Faißt. Pechsteins Enkel Alexander, der als Initiator und Mitproduzent des Filmes bei allen Dreharbeiten dabei war, sagte: "Ich freue mich, dass der Film so geworden ist, wie wir ihn uns gewünscht haben und wie Wilfried Hauke ihn sich in seinem Kopf ausgemalt hat." Da die Tickets für die Premiere innerhalb zwei Stunden ausverkauft waren, wird der Film noch zweimal im Filmpalast Astoria zu sehen sein: am 9. Januar, 17.30 und 19.30 Uhr. (lth)


Dieter Sievers (70), ehrenamtlicher Mitarbeiter des Vereins Sächsischer Kinder- und Jugendfilmdienst, dem Ausrichter des Internationalen Filmfestivals "Schlingel", agierte am Samstag als Filmvorführer bei der Pilotveranstaltung zu einer neuen Veranstaltungsreihe im Heinrich-Braun-Klinikum. Mitgebracht hat er neben dem Hauptfilm "Der unglaubliche Wiplala" auch vier Kurzfilme. Im Veranstaltungsraum im Haus 6 fanden sich 16 Kinder und sieben Eltern ein, alle zeigten sich sehr angetan vom neuen Angebot. "Die Idee, Filme im Krankenhaus zu zeigen, hatten wir schon seit längerer Zeit. Mit Reha-aktiv haben wir nun einen Partner an der Seite, der uns dabei bestens unterstützt. Für uns alle ist es eine absolute Herzensangelegenheit, den kleinen Patientinnen und Patienten, die gegenwärtig kein Kino besuchen können, eine schöne gemeinsame Zeit zu ermöglichen und ihnen mittels bewegter Bilder ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern", sagte im Vorfeld Festivalleiter Michael Harbauer. Die nächste Schlingel-Filmvorführung soll im Januar stattfinden. (lth)


Ralf Groh (60), Hobbyschriftsteller, hat jetzt sein zweites Buch fertiggestellt. Diesmal handelt es sich um eine Weihnachtsgeschichte. "Ich habe versucht, mehrere Sachen in die Handlung einzubringen. So taucht zum Beispiel auch die aus russischen Märchen bekannte Figur der Hexe Babajaga auf", verrät Groh. Zentrale Figur der Geschichte ist die Oberhexe Mimi, die sich nach 111 Jahren im Amt einer Wiederwahl als oberste deutsche Hexe stellen will und sich einer bösartigen Konkurrentin stellen muss. Die wiederum hat sich auf die Fahne geschrieben, Weihnachten für immer abzuschaffen. Für die Illustrationen seines Buches mit dem Titel "Ein ganz besonderes Weihnachtsfest - Hexe Mimis Abenteuer" konnte er übrigens den renommierten Zeichner Ralf Alex Fichtner gewinnen. Die etwas andere Weihnachtsgeschichte aus der Feder von Ralf Groh ist im Zwickauer Buchhandel erhältlich. (awo)


Michael Krause (41), Vorsitzender der SpVgg Reinsdorf-Vielau, ist in prächtiger Festlaune. Die erste Herrenmannschaft des Vereins führt ungeschlagen und mit mehr als zehn Punkten Vorsprung vor dem Zweitplatzierten die Fußball-Westsachsenliga an. Da ließ er sich auf dem 30. Reinsdorfer Weihnachtsmarkt am Wochenende gern den Glühwein munden. Der wurde übrigens erstmals in Tassen mit Reinsdorfer Motiven ausgeschenkt. Die waren für 2 Euro Pfand an allen Ständen, die Glühwein oder andere Heißgetränke anbieten, erhältlich. Laut Bürgermeister Steffen Ludwig wollen die Reinsdorfer damit Abfall sparen, der bei der Benutzung von Pappbechern anfallen würde. (tc).

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