Tiefflüge der Bundeswehr: AfD fordert Machtwort der Oberbürgermeisterin

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In der Diskussion um die Tiefflüge der Bundeswehr im Landkreis Zwickau meldet sich nun auch die Stadtratsfraktion der AfD zu Wort, nachdem Euro-Fighter jetzt auch direkt über dem Zwickauer Stadtgebiet ihre Übungsflüge abgehalten haben. In einem offenen Brief fordert der Fraktionsvorsitzende Wolfgang Elsel, Zwickaus Oberbürgermeisterin Constance Arndt (BfZ) auf, "ihren Einfluss bei den entsprechenden Stellen geltend zu machen, damit diese Überflüge über bewohnten Gebieten des Kreises Zwickau eingestellt werden". Konkret kritisiert Elsel, dass am 10. August, an dem Tag an dem "Freie Presse" darüber berichtete, ab 9 Uhr etwa eine Stunde die Bundeswehrflieger "extrem tief über Planitz" unterwegs gewesen sind. "Die Militärmaschinen haben die Bewohner des Stadtteils verschreckt", sagte der Fraktionschef. Mehrere Bürger hätten sich verärgert an die Fraktion gewandt. "Es ist uns durchaus bewusst, dass die Fähigkeit zum Schutz unseres Landes jederzeit zu hundert Prozent gegeben sein sollte", sagte Elsel. Dennoch erscheine das Vorgehen der Bundeswehr in diesem Fall befremdlich. "Immerhin ist der Stadtteil Planitz dicht bewohnt", hob Elsel hervor.

"In diesem Zusammenhang können wir den Ausführungen der Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann in der Freien Presse zustimmen", sagte Elsel. Zimmermann hatte sich bereits nach den Tiefflügen von Euro-Fightern über Mülsen an die Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer gewandt. Sie hatte jedoch lediglich erfahren, dass es derartige Flüge auch künftig geben werde. Auch eine vorherige Ankündigung der Flüge in den betroffenen Gebieten wollte die Ministerin nicht zusichern. Die Bundestagsabgeordnete hatte die Äußerungen Kramp-Karrenbauers scharf kritisiert. (nkd)

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