Tierpark-Besucher traurig: "Kamel" muss in den Ruhestand

Einige Jahrzehnte lang hat es seinen treuen "Dienst" in Hirschfeld verrichtet, nun musste es aussortiert werden. Sehr zum Bedauern der Stammgäste.

Hirschfeld.

Überwiegend mit weinenden Smilies haben die Internet-Nutzer die Nachricht auf der Facebookseite der "Freien Presse" kommentiert. Schweren Herzens mussten die Mitarbeiter des Tierparks Hirschfeld das älteste "Tier" ihrer Anlage in den Ruhestand schicken. "Das gelbe Kamel, nein eigentlich ist es ja ein Dromedar, stand seit Anfang der 60er-Jahre auf unserem Spielplatz und hat mir selbst und Generationen von Kindern beim Klettern Freude bereitet", berichtet Tierparkleiterin Ramona Demmler.

Hergestellt in der Schlosserei Riedel in Hirschfeld, wurde das Trampeltier bald zu einem Symbol für den Tierpark-Spielplatz. Natürlich wurde es liebevoll gehegt und gepflegt, bekam jedes Jahr einen neuen Anstrich. Doch damit ist jetzt Schluss. "Der Spielplatz-TÜV möchte keine Kinder mehr darauf klettern sehen, obwohl in über 40 Jahren kein Unfall zu verzeichnen war", erklärt Ramona Demmler. "Traurig, es gehörte einfach dazu", schrieb Sandra Eißmann aus Kirchberg in ihrem Facebook-Kommentar.


Die Tierparkleiterin bedauert es ebenso: "Nun steht es einsam, ohne Kinderlachen herum und sucht nach einem neuen, netten Gartenbesitzer, der nur seinen eigenen Kindern damit eine Freude bereiten will." Über eine kleine Ablösesumme oder einen Sponsor für ein neues Spielplatz-Tier wäre man in Hirschfeld hocherfreut, damit die leere Fläche auf dem Spielplatz bald der Vergangenheit angehört. Ramona Demmler: "Eigentlich hänge ich ja nicht an alten Sachen, aber in meinen Augen hätte das Kamel wirklich den Artenschutz verdient." (tc)

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