Tod einer Automobil-Legende: Warum Trabi-Vater Winfried Sonntag so viele Prototypen vernichten musste

Winfried Sonntag war einer der Trabi-Väter. Er hätte gerne moderne Autos gebaut, aber die DDR konnte sich seine Ideen nicht leisten. Jetzt ist der Protagonist des DDR-Automobilbaus gestorben.

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1010 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 6
    10
    Keef
    27.01.2021

    Schade das es den Sozialismus gegeben hat. 40 Jahre sinnlos verballert. Ohne den Sozialismus wäre Audi in Zwickau geblieben und wir Sachsen wären mindestens genauso wirtschaftlich stark wie Bayern. Naja, man kann nichts mehr daran ändern, außer für die Zukunft lernen: nie wieder Sozialismus.

  • 2
    2
    NeuErzgebirger
    26.01.2021

    @Maresch
    Ich bin an der Ostsee auf Usedom aufgewachsen. Das war ja noch mehr das Tal der Ahnungslosen als andere Ecken. Vielleicht liegt es daran :))

  • 7
    1
    Deluxe
    26.01.2021

    @SandyB1980
    Das stimmt so auch nicht.
    Dr. Werner Lang hat maßgeblichen Anteil am Trabant 601, dessen Karosserie aber von Lothar Sachse gestaltet wurde.

    Der "Erfinder" des Trabant ist Werner Lang aber keineswegs. Der erste Trabant war ja nicht der P601, sondern der P50, der auf Basis des sog. Ur-P50, der zuvor als Prototyp im Forschungs- und Entwicklungswerk der IFA in Karl-Marx-Stadt entstanden war, 1956 im VEB Automobilwerk Zwickau (ehemals Audi) entwickelt wurde. Und dort arbeitete auch Winfried Sonntag.
    Werner Lang war zu dieser Zeit noch bei Horch und arbeitete u.a. an der 6-Zylinderlimousine P240.
    Erst nach der Vereinigung beider Werke zum VEB Sachsenring Automobilwerke 1958 stieß auch Werner Lang zur Gruppe, die sich mit der Weiterentwicklung des Trabant befaßte.

    Ich empfehle hierzu ebenfalls die o.g. Oldtimerzeitschrift. In Ausgabe 1/2019 beschrieb man darin ausführlich die Entwicklungsgeschichte des Trabant P50. www.79oktan.de

  • 26
    2
    1329245
    25.01.2021

    Mir sträuben sich beim Lesen des Artikels die Haare. Wie kommt die Autorin auf den Begriff des Trabanten? Es ist der Trabant! In diesem Zusammenhang ein Eigenbegriff und nicht das Himmelsgestirn. Somit ist die Mehrzahl auch nicht "die Trabanten". Sonst müsste es im Artikel auch die Wartburgen heißen.

  • 10
    4
    Maresch
    25.01.2021

    @Neuerzgebirger. In meinem Freundeskreis haben damals alle "Klappi" zum Klappfahrrad gesagt. Das war ein gängiger Begriff unter Kindern.

  • 28
    12
    NeuErzgebirger
    25.01.2021

    Ich habe die DDR 30 Jahre lang erlebt, aber das Wort „Klappi“ habe ich nie gehört, obwohl ich auch so ein Fahrrad hatte....

  • 33
    0
    SandyB1980
    25.01.2021

    Man hat ihm wirklich viel zu verdanken, doch war er nicht der Vater des Trabants. Das war Herr Werner Lang aus Zwickau, dieser war Konstrukteur und Erfinder des Trabants.

  • 32
    2
    Anonymous
    24.01.2021

    Eine unglaubliche Geschichte. Das wäre doch was für Hollywood. Zum Glück schreibt VW die Auto Story in Zwickau weiter. Ein Wermutstropfen bleibt die Geschichte von der Sachsenring AG/ HQM Sachsenring. Dort wurden über 100 Jahre Automobilbautradition gegen die Wand gefahren.

  • 42
    6
    Freigeist14
    23.01.2021

    Ein würdevoller Beitrag zum Ableben des großen Ingenieurs . Beim Blick auf den Niedergang großer Automobil - Marken wie Simca , Talbot , Lancia oder Saab erscheint die Entwicklung in der DDR bis 1990 in einem etwas anderen Licht .

  • 44
    8
    Deluxe
    23.01.2021

    "Die ersten Trabanten P 603 galten als innovativ und konnten mithalten mit dem Käfer im Westen."

    Das ist kompletter Unfug. Der Trabant P603 kam über das Prototypenstadium nie hinaus. Er hätte als Vollheckkonstruktion den VW Golf etwa 5 Jahre vorweggenommen. Serienbeginn war für 1969 geplant. Gegen den P603 war der Käfer schlicht ein rückständiger Oldtimer. Zum 603 gibt es einen empfehlenswerten Artikel in der Oldtimerzeitschrift 79oktan, Ausgabe 3/2020: www.79oktan.de

    Oder hat die Autorin vielleicht den P603 mit dem ersten Trabant, dem P50 verwechselt? Auch dann hinkt der Vergleich gewaltig: Das Konzept des Käfers ist 20 Jahre älter als die Trabant-Konstruktion. Der Trabant bot eine für damalige Verhältnisse moderne Pontonkarosserie in Verbund-Leichtbauweise Stahl/Kunststoff mit Frontantrieb, der Käfer war zur Entwicklungszeit des Trabant bereits antiquiert mit seiner 30er-Jahre-Karosse, Heckmotor und Heckantrieb.

    Carl Hahn schreibt sich übrigens mit C und nicht mit K.