Traditionelles Minibike-Rennen nimmt Abschied vom Sachsenring

33 Jahre gab es am Sachsenring Minibike-Rennen. Jetzt kann Gastgeber AMC Sachsenring auf die neue Rennstrecke im Mülsengrund zurückgreifen.

Oberlungwitz/Mülsen.

Im Jahr 1985 entstand im Motosportklub des VEB Bremshydraulik Limbach-Oberfrohna die Sektion Minibike. Die Tüftler um Dreher Harry Stelzer bauten Mini-Motorräder mit Schubkarrenrädern, gedacht für die Nachwuchsgewinnung. Kinder ab zehn Jahre konnten damit fahren. Schon ein Jahr später zog die Truppe an den Sachsenring um, fuhr auf einer 236Meter lange Piste auf dem Fahrschulübungsplatz unterhalb von Start und Ziel.

Seitdem gab es regelmäßig Minibike-Rennen am Sachsenring. Nach 33 Jahren nimmt die traditionsreiche Minibike-Szene nun Abschied von Sachsens legendärer WM-Rennstrecke. Am 31. August geben die Mini- und Pocketbiker auf dem Asphalt der neuen Arena E im Mülsener Ortsteil Niedermülsen Gas. Gastgeberclub AMC Sachsenring und ADAC schlagen damit ein neues Kapitel in der Geschichte der Motor- radrennsport-Nachwuchsförderung auf. Es wird das allererste Zweirad-Rennen auf der nagelneuen Rennstrecke.


Auch für Rennleiter Marcel Putsche vom AMC ist das eine Premiere. Der 36-Jähre hat an diesem Tag das Training und die Rennen von insgesamt rund 50 Nachwuchsfahrern zu koordinieren. Rund 35 Minibiker fahren im ADAC Minibike-Cup um Punkte in der Einsteigerklasse und der Nachwuchsklasse. Etwa 15 Pocketbiker bestreiten einen Sonderlauf in den Klassen GRC und Blata. Dieser Lauf geht aber nicht in die Wertung um den ADAC Pocketbike-Cup ein. Dort stehen die Meistertitel schon fest. Sie gehen beide an Fahrer vom AMC Sachsenring. In der GRC-Wertung hat Fynn Kratochwil den Titel geholt. In der Blata-Wertung ließ eine Neunjährige die gesamte Konkurrenz hinter sich. Renntalent Anina Urlaß, die alle nur unter ihrem Spitznamen "Hummel" kennen, wird in Mülsen gleich noch einen Gaststart bei den Einsteigern der Minibike-Klasse hinlegen. Ihr zwölfjährige Bruder Phil fährt dann in der Nachwuchsklasse, so kommt es nicht zum Geschwister-Duell. Für die Minibiker ist es das vorletzte Rennen der Saison. Hier liebäugeln die Fahrer des AMC in der Einsteigerklasse mit den drei Podestplätzen in der Endabrechnung des ADAC Minibike-Cups. Sie fahren in Mülsen auf einer 1280 Meter langen Strecke im Rennen zwischen neun und zwölf Runden, die Pocketbiker ebenso viele auf einer verkürzten, 790 Meter langen Piste.

Bereits ab 9 Uhr steht an das Training auf dem Programm, ab Mittag gehen die Rennen über die Bühne.

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