Umbaupläne vorerst geplatzt

Der Parkplatz Amtsgerichtsstraße kann nicht neugestaltet werden. Weil zu wenig Kohlendioxid eingespart wird, ist das Projekt nicht förderfähig.

Zwickau.

Die seit Jahren diskutierte Umgestaltung des Parkplatzes Amtsgerichtsstraße in Zwickau wird bis auf Weiteres verschoben. Das bestätigte die Pressestelle des Rathauses auf Anfrage der "Freien Presse". Nach den ursprünglichen Plänen sollten auf den sanierten Stellflächen bereits seit 2019 Autos parken können.

Dabei sollte das 424.000 teure Vorhaben im Rahmen des Handlungskonzeptes "Erweiterte Bahnhofsvorstadt" kostengünstig umgesetzt werden - mit 80 Prozent Förderung durch den europäischen Efre-Fonds. Doch dort flog das Projekt wieder aus dem Programm. Der Grund: Dem Fördermittelgeber war die geforderte Energieeffizienz, sprich die Einsparung von Kohlendioxid, nicht hoch genug. Anders ausgedrückt: Die geplanten Grünflächen und Bäume waren zu klein bemessen, um den Vorgaben der Förderung zu entsprechen. Da das Tiefbauamt jedoch nicht noch mehr Parkflächen zugunsten von Rasen und Bäumen opfern wollte, wurde der Zuschuss aus Brüssel kurzerhand gestrichen. Knapp 5000 Euro für die ersten Planungen hat die Stadt aus eigener Tasche bezahlt. Geplant waren eine Fahrbahn in der Mitte sowie jeweils eine Seite für Stellplätze und eine für Grünflächen. Diese Planungen bleiben bestehen, wie Heike Reinke von der Pressestelle sagt.

Jetzt jedoch stehen dem Parkplatzbau zwei Großprojekte entgegen. Das Amtsgericht soll umgebaut werden und auf der anderen Seite wird das Dorint-Hotel entstehen. "Aus gegenwärtiger Sicht ist der grundhafte Ausbau der Amtsgerichtsstraße erst nach der Fertigstellung der Baumaßnahmen sinnvoll", sagt Reinke. Wo dann das Geld herkommen soll, ist noch offen.

0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...