Umleitung wird noch länger

Der Bau der Brücke in Silberstraße beginnt früher als geplant. Auch die Umleitungsstrecke wurde noch einmal verändert.

Silberstraße.

Die Bauarbeiten an der Brücke, die die Bundesstraße 93 über die Eisenbahnlinie im Wilkau-Haßlauer Ortsteil Silberstraße führt, beginnen bereits am 24. Februar und damit eine Woche früher als ursprünglich geplant. Das teilte das Landesamt für Straßenbau und Verkehr mit. Damit konnte der von der Behörde angestrebte, aber bis zuletzt nicht sichere Termin umgesetzt werden. Geändert hat sich allerdings nicht nur der Start der bis Jahresende dauernden Arbeiten und die damit verbundene Vollsperrung der Bundesstraße 93, sondern auch die Umleitung, bei der Autofahrer viel Geduld aufbringen müssen.

Die Straßenverkehrsbehörde im Landratsamt hat dafür gesorgt, dass der Umweg für die Autofahrer noch einige Kilometer länger wird. Bisher stand fest, dass nach dem Weg über Kirchberg und Voigtsgrün die Mitteltrasse bereits an der Querspange in Hüttelsgrün verlassen werden kann und dann der Weg über die Lengenfelder-, Planitzer-, Breithauptstraße zur B 93 wieder in Richtung Silberstraße führt. Das wäre für alle, die die Umleitung komplett fahren müssen, eine Wegstrecke von insgesamt 35 Kilometern gewesen. Wer jetzt die gesamte Umleitung fahren muss, bringt etwa 41 Kilometer auf den Tachometer. Da die gut ausgebaute Mitteltrasse als offizielle Ortsumgehung zur Entlastung anderer Straßen im Zwickauer Stadtgebiet länger genutzt werden soll, führt die Ausweichstrecke bis zur Abfahrt Reichenbacher Straße und dann ab der Moccabar über die Humboldtstraße und die Breithauptstraße zur B 93, über die bis zur Baustelle gefahren werden kann.

In dieser Woche wurde mit dem Aufstellen der Beschilderung begonnen. Bereits ab Schneeberg und dem Ortseingang von Zwickau an der B 93 wird auf die Sperrung der gerade einmal 80 Meter langen Brücke in Silberstraße hingewiesen. Ortsunkundigen Autofahrern wird empfohlen, die ausgeschilderte Strecke zu nutzen, da in den diversen Orten die rechts und links der Umgehungsstraßen liegen, nicht in jedem Fall der richtige Weg gewiesen wird. Allerdings gibt es für die Autofahrer, die sich innerhalb der verschiedenen Ortschaften auskennen, ausreichend Möglichkeiten auf kürzeren Wegen zum Ziel zu kommen.

Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr hat den Bau der Bogenbrücke seit Jahren geplant. Die im Jahr 1910 errichtete Brücke weist starke Schäden auf. Das Bauwerk ist durchfeuchtet, im Bereich der Gehwege führten Betonabplatzungen zum Freiliegen der Bewehrung. Der eigentliche Gewölbebogen soll erhalten werden. Komplett abgetragen und erneuert wird die Fahrbahn samt Unterbau. Dort wird eine neue Betonplatte eingesetzt, da die bisherige den Belastungen nicht mehr standhält. Über eine Million Euro wird in den Bau der Brücke investiert. Für Fußgänger und Radfahrer wird während der Bauzeit eine Behelfsbrücke eingerichtet.


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