Unerlaubter Waffenbesitz: Bewährung

Urteil gegen früheren Sportschütze gefällt

Zwickau.

Ein 65 Jahre alter Vogtländer ist am Donnerstag am Landgericht Zwickau wegen unerlaubten Waffen- und Munitionsbesitzes sowie Beleidigung in sechs Fällen zu einer Haftstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden. Angeklagt worden war der frühere Sportschütze, weil auf seinem Grundstück eine Einzelladerbüchse sowie mehr als 900 Schuss Munition gefunden wurden. In einer weiteren Wohnung des Angeklagten hatte die Polizei mehr als 5000 Schuss Munition unterschiedlichen Kalibers sichergestellt. Einen Waffenschein konnte der Mann nicht nachweisen. Zudem wurde der mehrfach vorbestrafte Mann verurteilt, nachdem er bei der Strafverhandlung am Amtsgericht in Auerbach mehrere Personen, darunter den Richter, den Staatsanwalt und Gerichtsdirektorin beleidigt hatte.

Das Landgericht Zwickau musste sich erneut mit dem Fall befassen, nachdem das Oberlandesgericht (OLG) in Dresden das Urteil der zweiten Instanz (Berufung) aufgehoben hatte. Das Gericht war damals von einer verminderten Schuldfähigkeit des Angeklagten ausgegangen, hatte dafür jedoch kein forensisch-psychiatrisches Gutachten eingeholt. Das hatten die Richter am OLG bemängelt. Anders als in der Berufungsverhandlung gewährte ihm das Gericht diesmal eine Strafaussetzung zur Bewährung.

Wie Altfrid Luthe, Pressesprecher des Landgerichtes sagte, liegen die Taten bereits drei bis vier Jahre zurück. Der Angeklagte habe sich seitdem straffrei verhalten. (nkd)

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