Vom Autotraum zum Ackerschlepper

Eine neue Sonderausstellung ist ab dem heutigen Freitag im August-Horch-Museum zu sehen. Sie gibt einen Überblick über das VW-Universum.

Zwickau.

Den einen kennt man vom Acker, den anderen vermutlich von der Urlaubsinsel, und den dritten hat man möglicherweise am ehesten in seinen Träumen gesehen: Die Bandbreiten an Fahrzeugen ist groß, auch die, die im VW-Konzern gebaut werden. Wie umfangreich der ist, wie viele einst eigenständige Unternehmen im Laufe der Jahrzehnte dazugekauft wurden - darüber gibt eine neue Sonderausstellung im Zwickauer August-Horch-Museum einen Überblick. Zu sehen ist sie ab dem heutigen Freitag und bis in den November hinein.

Die Schau war zunächst in Ingolstadt zu sehen, die zwölf Autos, der Traktor und das Motorrad sind Leihgaben aus anderen Museen. Überschrieben ist die Ausstellung mit: "Together" - also "Zusammen". Der Titel wurde ausgewählt, um zu zeigen, wie ganz unterschiedliche Fahrzeuge das Produkt eines Unternehmens sind. Dabei ist längst nicht jedes Exponat auf den ersten Blick als museumsreif auszumachen. Der Seat Marbella beispielsweise, den ein Zwickauer Autohaus zur Verfügung gestellt hat, könnte genau so gut irgendwo in der Stadt auf einem Parkplatz stehen. Der Kleinwagen, der bis in die 90er Jahre hinein gebaut wurde, ist ein typisches preiswertes Leihauto in Urlaubsländern. "Er war auch ein beliebtes Stadtauto", erinnert sich Museumsleiter Thomas Stebich. Damals wie heute beliebt auch der VW T 3. Der Transporter steht als südafrikanische Version im Museum -als Rechtslenker und mit einigen Umbauten.


Mehrere Jahrzehnte älter sind ein Bentley, Mark VI von 1952, ein Bugatti Type 15 von 1912 oder ein Skoda 860 von 1932 - auch wenn all diese Marken bei weitem noch nicht so lange zum Wolfsburger Konzern gehören. Ein Ackerschlepper von MAN und eine Ducati, mit der Marco Lucchinelli 1986 in Daytona siegte, ergänzen den Werksüberblick.

Als letztes angeliefert wurde am Donnerstag übrigens der schnellste Wagen der Ausstellung: ein Lamborghini Murcielago Roadster - ein Einzelstück mit 640 PS aus 6,5 Litern Hubraum. Die Spitzengeschwindigkeit wird mit 320 Kilometern pro Stunde angegeben. Das schaffen weder der Alfa Romeo Brera, von dem ein Prototyp von 2002 ausgestellt ist, noch der klassische Porsche 911 Carrera RSR von 1973. Die Leihgabe aus dem Porsche-Museum Stuttgart ist der originale Rennwagen, mit dem das Duo Kinnunen/Haldi bei der Targa Florio auf Sizilien den dritten Platz einfuhr.

Die aktuelle Sonderschau gibt nicht nur einen Überblick über das Portfolio des VW-Konzerns. Die Gäste erhalten auch Anregungen, andere Automobilmuseen zu besuchen - nicht nur in Deutschland. Geöffnet ist das August-Horch-Museum dienstags bis sonntags jeweils von 9.30 bis 17 Uhr.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...