Vorweihnachtsboten der besonderen Art

Kerzenwerkstatt in Wilkau-Haßlau präsentiert aktuelle Winterkollektion. Modedesignerin gewinnt Tombola-Hauptpreis beim Wirtschaftsball. Förderstudio für Grafik und Malerei besucht Kunst-Biennale in Venedig.

Nicole Marticke (30), Leiterin der Kerzenwerkstatt in Wilkau-Haßlau, hat am Sonnabend gemeinsam mit ihrem Team die aktuelle Winterkollektion präsentiert. "Bei den Motiven liegt der Schwerpunkt natürlich auf solchen, die in der Vorweihnachtszeit für stimmungsvolles Licht in den Wohnungen sorgen sollen. Dabei unterscheiden sich unsere Kerzen schon deutlich von der Massenware, die in den großen Einkaufsmärkten angeboten wird", sagte sie. Besonders gut gehen Formen wie Tannenbäume und Wichtel. "Seit drei Jahren haben wir auch eine spezielle Adventskerze im Angebot, die von den Kunden sehr gerne genommen wird", berichtete Nicole Marticke. Und natürlich stelle man sich auch immer auf die aktuellen Trendfarben ein. Das sind im diesjährigen Weihnachtsgeschäft beispielsweise Kerzen in altrosa Tönen. "Aber auch die klassischen Farben kommen nicht zu kurz. Und wir stellen nach wie vor auf Bestellung individuelle Kerzen her." In der Kerzenwerkstatt "Licht ins Leben", die eine Außenstelle der Behindertenwerkstatt Reinsdorf ist, sind fünf Frauen und Männer mit einem Handicap tätig, die sämtliche Kerzen in Handarbeit produzieren. (awo)

Li Erben (80), die in Zwickau und Paris lebende Fotografin, wird am 15. November ihre im Frühjahr erschienenen Erinnerungen im Zwickauer Robert-Schumann-Haus vorstellen. Gemeinsam mit ihrer Verlegerin Barbara Miklaw spricht sie über ihre Arbeit und die vielen Persönlichkeiten, denen sie in ihrem Leben begegnet ist. Li Erben war 1958 mit 19 Jahren die jüngste Standfotografin beim deutschen Film. Sie wurde während ihres Studiums der Bildjournalistik in München von Kurt Hoffmann entdeckt und arbeitete anschließend für zahlreiche Filmproduktionen. Als Stand-, Star- und Pressefotografin lernte sie namhafte Persönlichkeiten aus Film, Literatur und Kunst kennen und fotografierte sie: Federico Fellini, Marc Chagall, Artur Rubinstein, Erich Kästner, Isabelle Adjani, Liv Ullmann, Nadja Tiller und viele andere.

Insbesondere ihre Porträtfotografien sind der lebendigen und authentischen Ausstrahlung wegen sehr bemerkenswert und wurden in mehreren Einzelausstellungen gewürdigt. Das Buch "Li Erben - Nie gestellt und nie geschönt" erzählt in Text und Bild nicht nur vom künstlerischen Schaffen der Fotografin, sondern enthält ebenso ihre Lebenserinnerungen und ist vor allem auch eine Liebeserklärung an ihre beiden verstorbenen Ehemänner: Victor Vicas, russisch-amerikanischer Filmregisseur, mit dem sie von 1968 bis zu seinem Tod 1985 in Paris lebte und als Erste Regieassistentin eng zusammenarbeitete, und Dieter Walz, Architekt, der 2010 verstarb und mit dem Erben fast 20 Jahre ihres Lebens teilte. Das Vorwort schrieb Dieter Kosslick, Direktor der Internationalen Filmfestspiele Berlin. Die Veranstaltung beginnt 19.30 Uhr. Karten sind in der Buchhandlung Marx, Dr.-Friedrichs-Ring 23 erhältlich (Tel. 0375 212134). (fp)

Saruul Fischer, Designerin und Inhaberin des Modelabels "Edelziege", gewann am Samstagabend eines der vier Hauptpreise der Wohltätigkeitstombola des Zwickauer Wirtschaftsballs. Freuen durfte sie sich über zwei Schnupperabos für die neue Spielzeit des Theaters Plauen-Zwickau mit jeweils drei Vorstellungen und zwei VIP-Karten für die "Classics unter Sternen" am 4. Juli 2020. Es war das Los Nummer 63 in Farbe Weiß, das ihr Glück brachte. "Wir waren so begeistert von dem Medley, mit dem die Clara-Schumann-Philharmoniker einen Vorgeschmack auf die Veranstaltung gaben, dass wir gesagt haben: Wir müssen uns unbedingt rechtzeitig die Tickets besorgen", erzählte Brünhild Mielke, die gemeinsam mit ihrem Mann Wolfgang das Ehepaar Fischer und ein weiteres Paar zum Wirtschaftsball eingeladen hatte. "Saruul und ihr Mann Ron waren schon im vergangenen Jahr mit uns auf dem Wirtschaftsball und haben sich auch diesmal sehr über die Einladung gefreut. Und der Gewinn kam wie herbeigesehnt. Jetzt müssen nur noch wir uns um die Karten kümmern", sagte die Zwickauer Imageberaterin Brünhild Mielke.

In ihrem Studio an der Inneren Plauenschen Straße 15 führt sie ausgewählte Unikate, darunter designet von Saruul Fischer aus dem edelsten Kaschmir, den sie aus ihrem Ursprungsland, der Mongolei bezieht. Sie veranstaltet auch gemeinsame Events mit der Wahl-Plauenerin. Das Ehepaar Mielke durfte sich über einen von 90 Tombola-Gewinnen freuen, die diesmal auf die Farbe Grün fielen. "Wir haben ein Räuchermännchen gewonnen. Wir hatten alle fünf bis sieben Lose, weil wir gern die Wohltätigkeitstombola unterstützen", sagte die Zwickauerin. Alle 450 Lose, die es in fünf Farben gab, wurden verkauft und brachten einen Spendenerlös in Höhe von 4500 Euro zugunsten des Verein KiZ - Kinder in Zwickau und des SV Vorwärts. (lth)

Petra Jäntsch (67), hielt erneut alle Fäden zusammen, für die vom Förderstudio für Grafik und Malerei des Zwickauer Kunstvereins organisierte Fahrt zur Kunst-Biennale nach Venedig. Die 58. Biennale die noch bis zum 24. November an zwei Ausstellungsorten zu sehen ist, war bereits die fünfte in Folge für die Kunstschaffenden und Freunde des Förderstudios. 42 Kunstfreunde brachen früh um 5 Uhr am 16. Oktober mit dem Reisedienst Leistner Richtung Venedig auf. "Es war wie immer Spitze", lobte Jäntsch, die auf der Hinfahrt nach Venedig eine Runde auf den einen Tag zuvor vollendeten 67. Lebensjahr schmiss. Mit der Arbeit aufzuhören komme für sie dennoch noch nicht in Frage. "Dafür liebe ich meine Arbeit viel zu sehr", sagt die passionierte Hobby-Malerin, für die die Kunst der Gegenpol zu ihrem Beruf im Gebäudemanagement und Bauinstandhaltung bei Westermann Druck ist.

Ihr Quartier schlugen die Zwickauer Kunstfreunde im Hotel Eden im Lodo die Jesolo auf. Auf dem Programm standen während der sechstägigen Kunstreise drei Venedig-Tagesbesuche mit zwei geführten Führungen durch die beiden Biennale-Ausstellungsorte: Giardini und Arsenale. Auf der Rückfahrt besuchte die Gruppe die italienische Stadt Padua. Am Gardasee nahmen sich einige Künstler auch die Zeit, um das schöne Licht und die wunderschöne Sicht nicht nur auf den Fotos, sondern auch in Skizzen festzuhalten. "Ich freue mich, dass alles wieder so gut geklappt hat und wir, nach viele schönen Begegnungen und Gesprächen mit so vielen Eindrucken zurückgekommen sind", sagt Jäntsch, die jeden Samstag im Förderstudio in der Galerie im Domhof anzutreffen ist. (lth)

Axel Hacke (63), Journalist und Schriftsteller, kommt am 6. November nach Zwickau, um im Haus der Sparkasse sein neues Programm zu präsentieren. Hacke redet über das Leben, erzählt von seiner Arbeit und hat alles dabei, was er im Leben geschrieben hat, darunter die Kolumne "Das Beste aus aller Welt", die er Woche für Woche im Magazin der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht. Natürlich geht es in erster Linie und sehr ausführlich um sein neuestes, im August erschienenes Buch "Wozu wir da sind: Walter Wemuts Handreichungen für ein gelungenes Leben", der witzige Monolog eines hauptberuflichen Nachruf-Autors über die großen Fragen unserer Existenz. Die Veranstaltung beginnt 19.30 Uhr. Karten gibt es im "Freie Presse"-Shop. Pressekarten-Inhaber erhalten einen Rabatt. (fp)

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