Wanderwitz warnt vor "Nazis" in AfD

CDU-Kreischef fordert Union zu Abgrenzung auf

Zwickau/Hohenstein-E..

Der Vorsitzende des CDU-Kreisverbands, Marco Wanderwitz, hat angesichts des aktuellen Streits innerhalb der Zwickauer AfD an die Union im Landkreis appelliert, sich "maximal abzugrenzen". Auf dem Kurzmitteilungsdienst Twitter schrieb der Bundestagsabgeordnete: "Meine Prognose: Die Nazis werden am Ende die Truppe ganz übernehmen."

Zuvor hatte Wanderwitz bereits die vom Zwickauer AfD-Bundestagskandidaten Benjamin Przybylla organisierte Maikundgebung als "Nazi-Front" bezeichnet. Auf Nachfrage sagte Wanderwitz der "Freien Presse", er gehe davon aus, dass sich Przybylla und die "radikalen Kräfte" auf Dauer massiv durchsetzen werden. Der Zwickauer AfD-Mann schlage völkisch-nationale Töne an und suche den Schulterschluss zu "antidemokratisch-rechtsradikalen Truppen". Auch der AfD-Kandidat Ulrich Oehme, der wie Wanderwitz im Wahlkreis 163 antritt, sei "Kind desselben Geistes", was dessen Teilnahme an der Maiveranstaltung zeige, so Wanderwitz.


Jene umstrittene Kundgebung hatte zum Zerwürfnis geführt, öffentliche Beschuldigungen und gegenseitige Klage-Androhungen inklusive. Der AfD-Kreisvorstand will seitdem Przybylla die Direktkandidatur wieder entziehen. (ael)

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1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    1
    Dorpat
    14.05.2017

    Nachdem es um Herrn Wanderwitz als Bundestagsabgeordneten in den letzten beiden Jahren sehr still geworden ist sollte er vielleicht seinen Wählern jetzt besser Rechenschaft ablegen wie er ihre Interessen in Berlin vertreten hat. Aber mit dumpfen Parolen nach Aufmerksamkeit kurz vor der Wahl zu suchen scheint ihm wohl wichtiger zu sein.



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