Was Mathe mit Katzen zu tun hat

Kinderuni beschäftigt sich mit Künstlicher Intelligenz

Zwickau.

Mathe! Zum Samstag! Das mussten die Mädchen und Jungen, die die zweite Kinderuni-Vorlesung besucht haben, erst einmal verdauen. Schnell aber versöhnten sie sich mit dem Thema Künstliche Intelligenz, denn Mike Espig versprach, sie mit höherer Mathematik zu verschonen. Stattdessen erklärte der Professor der Westsächsischen Hochschule Zwickau, was Künstliche Intelligenz kann, warum sie es kann - und was sie von der Intelligenz der Menschen unterscheidet. Dabei griff er zu einem Trick, der auch bei Erwachsenen funktioniert, wenn man sich Aufmerksamkeit wünscht: Espig zeigte Katzenbilder. Allerdings nicht zum Selbstzweck.

Die jungen Zuhörer erfuhren, wie eine Künstliche Intelligenz lernt, Hunde von Katzen zu unterscheiden: indem sie die Bilder in Punkte - in Pixel - zerlegt und diesen einen Zahlenwert zuordnet. Hundebilder bedeuten andere Zahlenreihen als Bilder von Katzen. Mit je mehr Bildern man ein sogenanntes neuronales Netzwerk füttert, desto besser lernt die Technik. Und die hat dem Menschen etwas voraus: Sie wird auch nicht müde, wenn sie Millionen von Katzenbildern vorgesetzt bekommt. Und was kann der Mensch besser? Mehreres gleichzeitig lernen. Setzt man dem Hunde-Katzen-Experten ein Auto vor, sieht er eine Katze. Bei Donald Trump einen Hund. Die Kinder mussten kichern: So schlimm ist Mathe gar nicht. (sth)

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...