Wasser Marsch fürs Stadtgrün

Mehr als 17 Stunden täglich sind städtische Mitarbeiter zurzeit auf Achse, damit Zwickau auch bei Trockenheit und Hitze aufblüht. Aus den Tankwagen fließen jeden Tag 32.000 Liter Wasser.

Zwickau.

Schon im Morgengrauen um 4.30 Uhr, wenn die Stadt noch schläft, sind Mitarbeiter des Garten- und Friedhofsamtes der Zwickauer Stadtverwaltung unterwegs. In zwei Schichten fahren sie mit Tankwagen bis 22 Uhr durch die Stadtteile und versorgen Blumen, Bäume sowie Sträucher mit Wasser. Sage und schreibe 25.000 Liter rieseln täglich auf die Pflanzen nieder.

Nicht eingerechnet ist dabei der Schwanenteichpark. Dort hat bei der seit langem andauernden Trockenheit ein Mitarbeiter den ganzen Tag über zu tun. Er sorgt mit weiteren 7000 Litern täglich dafür, dass das Areal auch wirklich eine grüne Lunge am Rande des Stadtzentrums bleibt. Gut zu wissen: Die Stadt verwendet kein Trink-, sondern Brauchwasser für die Bewässerung, wie Stadtsprecherin Heike Reinke versichert.

Während der andauernden Trockenperiode sei die Pflege der Pflanzschalen ohne Wasserversorgung besonders problematisch, sagt die Pressesprecherin. Es handele sich hierbei durchweg um ältere Modelle, die aber immerhin noch 20 Prozent des Gesamtbestandes ausmachen würden. "Darüber hinaus leiden in solchen Trockenperioden frisch beziehungsweise erst vor wenigen Jahren gepflanzte Bäume und Sträucher zuerst, da sie die für eine ausreichende Eigenversorgung erforderlichen Wurzelsysteme noch nicht ausbilden konnten", sagt Reinke.

Besonderer Bedarf bestehe auch in den Teilen des Muldeparadieses, die sich auf dem Tunneldach der B 93 befinden. Die Gehölze, Stauden und Rosen dort benötigen häufig zusätzliche Wassergaben. Aufwendig zu pflegen seien ebenfalls die Wechselpflanzungen auf dem Platz der Deutschen Einheit, im Wassergarten Planitz, am Mahnmal im Schwanenteichpark, die mit Pflanzen gestaltete Uhr an der Schumannstraße und das Sachsenwappen an der B 93 in Schedewitz, genau wie die Staudenpflanzungen Römerplatz, Schloss- und Schlossparkstraße sowie Jerusalemer Platz.

Keine Probleme gebe es in der Stadt gegenwärtig mit den Gewässern. Der Schwanenteich hat einen gut funktionierenden, kontinuierlichen Zufluss, heißt es aus dem Rathaus. Gleiches treffe auf den Teich im Wohngebietspark Neuplanitz zu. "Der Lange Teich hat kontinuierlichen Zufluss in geringerem Umfang, der allenfalls die natürliche Verdunstung ausgleichen dürfte", sagt Reinke. Er werde aber 14-täglich von Mitarbeitern des Garten- und Friedhofsamtes zusätzlich mit Wasser aus dem Schwanenteich aufgefüllt.

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