Wiederholungsgefahr: Mann in Haft

23-jähriger Syrer an Gewalttaten auf Neumarkt beteiligt - Fahndung nach Pakistaner

Zwickau.

Das Amtsgericht Zwickau hat einen 23-jährigen Mann aus Syrien wegen des dringenden Tatverdachts der gefährlichen Körperverletzung in insgesamt fünf Fällen ins Gefängnis geschickt. Ihm wird zur Last gelegt, am Abend des 20.Mai 2018 bei einem Streit unter Asylbewerbern auf dem Zwickauer Neumarkt einem 21 Jahre alten Mann, der ebenfalls aus Syrien stammt, mit einem Messer mehrere Stich- und Schnittwunden am Oberkörper zugefügt zu haben. Außerdem wirft ihm die Staatsanwaltschaft vor, am Abend des 20. Juni als Teil einer Gruppe von jungen Männern auf dem Neumarkt bewusst Streit mit einer anderen Gruppe gesucht zu haben - alle mit Migrationshintergrund. Bei dieser Auseinandersetzung seien unter aktiver Beteiligung des Beschuldigten vier Personen der anderen Gruppe durch Faustschläge, Messerstiche und Stockschläge teilweise erheblich verletzt worden.

Der Beschuldigte, der bisher nicht vorbestraft ist, wurde am 30.August der zuständigen Richterin am Amtsgericht Zwickau vorgeführt. Mit dem Haftgrund Wiederholungsgefahr wurde der Mann in die Justizvollzugsanstalt Zwickau verbracht.

Wegen des Vorfalls vom 20. Juni hatte das Amtsgericht bereits am 20.August Haftbefehl wegen mehrfacher gefährlicher Körperverletzung gegen einen 24-jährigen Pakistaner erlassen. Er soll einem 20Jahre alten Iraker und einem 19 Jahre alten Afghanen jeweils mit einem Messer schwere Bauchverletzungen zugefügt haben. Nach diesem - bisher ebenfalls nicht vorbestraften - Beschuldigten, der flüchtig ist, werde gefahndet. (sf)

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