Wildenfels hat überall schnelles Netz

Die Kleinstadt ist der erste Ort im Kreis Zwickau, in dem der Breitbandausbau abgeschlossen ist. Die Telekom hat eine siebenstellige Summe investiert.

Wildenfels.

Etwa 1700 Haushalte in Wildenfels sowie den Ortsteilen Härtensdorf, Schönau, Wiesen und Wiesenburg können jetzt schneller im Internet surfen. Am Montagvormittag drückten Bürgermeister Tino Kögler (parteilos), Rainer Frank, Leiter Außendienst Infrastrukturvertrieb Ost der Deutschen Telekom, und Matthias Patzsch, Projektleiter im gleichen Unternehmen, auf einen roten Knopf und gaben damit symbolisch das schnelle Netz frei. Das taten sie am Rande von Wiesen, einem kleinen Ortsteil, vor einem neuen Verteiler und verkündeten, dass Wildenfels damit der erste Ort im Landkreis Zwickau ist, der flächendeckend über schnelles Internet verfügt.

Jetzt sind Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich. Das gelte auch für Musik- und Video-Streaming sowie das Speichern in der Cloud. Das maximale Tempo beim Herunterladen steige auf bis zu 250 Megabit pro Sekunde (MBit/s) und das Hochladen auf bis zu 40 MBit/s. "Wir haben dafür rund 21 Kilometer Glasfaser- kabel verlegt und zwölf Verteiler neu aufgestellt oder mit moderner Technik hochgerüstet", sagte Rainer Frank. Er berichtete, dass die Telekom den Breitbandausbau ohne Fördermittel umgesetzt habe. Auch für die Stadt sei das Ganze kostenfrei gewesen. Auf Anfrage wollte Rainer Frank keine genaue Investitionssumme nennen. Er ließ sich nur entlocken, dass diese im niedrigen siebenstelligen Bereich liege.

Christoph Ulrich

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Der Bürgermeister freut sich darüber, dass es jetzt überall in Wildenfels schnelles Internet gibt. "Das ist heute ein Muss. Nur die Kommune, die eine moderne digitale Infrastruktur besitzt, ist auch attraktiv für Familien und Unternehmen", sagte Kögler. Die Zusammenarbeit mit der Telekom und den bauausführenden Unternehmen habe gut geklappt. Dass der Ausbau nicht wie ursprünglich geplant schon Ende 2018 abgeschlossen werden konnte, dafür gebe es zwei Gründe. "Zum einen haben kaputte Leerrohre unter der Erde für zusätzlichen Tiefbau gesorgt. Zum anderen hatten sich Genehmigungen für nötige Tiefbauarbeiten verschoben, weil es im Umfeld schon Straßensperrungen gab", sagte Kögler.

Einen Bürgerberatungstag zur neuen Technik bietet die Telekom am heutigen Dienstag von 13 bis 17 Uhr im Sitzungszimmer des Rathauses in Wildenfels, Poststraße26, an. Auch in Telekom-Shops und im Internet gibt es Informationen. www.telekom.de/schneller

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