Wildenfels: Sportler legen erneut zu

Der neue Wildenfelser Stadtrat kommt verjüngt daher - und weiblicher. Waren bisher zwei Frauen in dem Gremium vertreten, so sind am Donnerstagabend vier verpflichtet worden.

Wildenfels.

Nach wie vor sind im Wildenfelser Stadtrat fünf Parteien und Vereinigungen vertreten. Allerdings gibt es Verschiebungen bei den Mandaten. Die Vereinigung "Sport Wildenfels/Wiesenburg/ Schönau" hat wie schon 2014 einen Sitz hinzugewonnen und ist nun mit vier Leuten im Stadtrat vertreten. Sport-Stadtrat Manfred Fischer konnte mit 658 Stimmen die meisten auf sich vereinen.

Die CDU dagegen hat einen Sitz verloren. Kurios: Kein CDU-Stadtrat ist Mitglied dieser Partei. "Das war schon vorher so und ist vielleicht eine Wildenfelser Besonderheit. Wir fühlen uns aber alle den christlichen Werten verpflichtet", sagt Frank Mempel. "Bei uns im Stadtrat geht es in erster Linie um Sachpolitik zum Wohle der Einwohner." Der Wildenfelser berichtet, dass die CDU-Liste mit den beiden FDP-Räten seit langem eine Fraktion bildet. Er ist erneut deren Chef. Anni Porstmann von den Linken ist weiterhin die Vorsitzende der Fraktion Linke, Sport und Freie Wähler.


Anders als in vielen Stadt- und Gemeinderäten sitzen die Wildenfelser bei ihren öffentlichen Beratungen nicht nach Fraktionen geordnet. Selbst zur konstituierenden Tagung am Donnerstagabend im Festsaal des Schlosses hatten die 16 Mandatsträger bunt gemischt Platz genommen. In der Stadt der Rose, wie Wildenfels genannt wird, erhielten alle nach der Verpflichtung durch Bürgermeister Tino Kögler (parteilos) eine gelbe Rose. Bei der Wahl der ehrenamtlichen Stellvertreter des Bürgermeisters gab es keine Überraschungen. Steffen Polster (Freie Wähler) erhielt wieder das Vertrauen als 1. und Frank Mempel (CDU) als 2. Stellvertreter.

Augenscheinlich ist, dass der Wildenfelser Stadtrat weiblicher geworden ist. Zwar dominieren mit zwölf Sitzen die Männer das Gremium weiterhin, aber statt bisher zwei, sitzen nun vier Frauen in der Runde. Mit Anni Porstmann (Linke/Jahrgang 1951) tut das eine erfahrene Rätin, die seit 1990 ununterbrochen das Vertrauen der Wähler erhielt, und mit Lisanne Klemet (CDU/Jahrgang 1976), Tina Nürnberger (Freie Wähler/Jahrgang 1997) sowie Elisa Olzmann (Linke/Jahrgang 2000) drei neue Frauen. Mit Elisa Olzmann zog erstmals ein Mitglied des vor fünf Jahren ins Leben gerufenen Jugendbeirates in den Stadtrat ein.

Der Bürgermeister

Tino Kögler (parteilos) ist seit 2007 Bürgermeister von Wildenfels. Der 48-jährige Landmaschinenschlosser hatte sich damals als CDU-Mitglied klar gegen den Einzelbewerber Georg Tobies durchgesetzt und löste Wolfgang Weinhold (parteilos) ab, dessen ehrenamtlicher Stellvertreter er seit 1999 war. Kögler trat 1997 CDU ein, aber 2012 wieder aus und wirkt seither als parteiloser Stadtchef. Eine zwischen 2013 und 2016 gemeinsam mit seinem Amtskollegen Steffen Ludwig angestrebte Fusion der Stadt mit Reinsdorf scheiterte. (vim)

CDU

Sport Wildenfels/Wiesenburg/Schönau

Freie Wähler

Die Linke

FDP

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