Wolfersgrün: Schabernack am Ortseingang

Ratlosigkeit in Kirchberg und Crinitzberg: Wer hat das Schild am Straßenrand ausgetauscht - und vor allem warum?

Das ausgetauschte Ortseingangsschild Wolfersgrün aus Richtung Lauterhofen.
Das Ortseingangsschild Wolfersgrün aus Richtung Kirchberg.

Von Andreas Wohland

Will sich die Gemeinde Crinitzberg territorial vergrößern? Oder proben einige Wolfersgrüner den Zwergenaufstand gegen die Kleinstadt Kirchberg? Diese und andere Fragen stellen sich Fahrzeugführer, die sich - aus Richtung Lauterhofen kommend - das Ortseingangsschild genauer anschauen.

Obwohl Wolfersgrün schon seit 1996 zu Kirchberg gehört, verkündet das Ortseingangsschild die Zugehörigkeit zu Crinitzberg. Dorothee Obst, Bürgermeisterin der Siebenhügelstadt (Freie Wähler), ist ein wenig ratlos. "Wir wissen auch nicht, wer dieses Schild aufgestellt hat. Die Straßenmeisterei will jetzt das Ganze prüfen", sagt die Rathauschefin. Auch Steffen Pachan, Bürgermeister der Gemeinde Crinitzberg, die mit der Stadt Kirchberg seit Längerem eine Verwaltungsgemeinschaft bildet, ist völlig ratlos: "Nein, wir haben wirklich keinerlei Ambitionen, uns Wolfersgrün einzuverleiben", fügt Pachan verschmitzt an. Der Rathauschef hatte den Schabernack zudem während der öffentlichen Sondersitzung des Gemeinderates am Donnerstag im Gasthof Gruner in Lauterhofen zur Sprache gebracht. Auch dort herrschte lediglich Verwunderung über den Vorfall.

Wie Pachan erklärt, kommt es nicht selten vor, dass Unbekannte Straßenschilder fantasievoll bekleben, kurios umbenennen oder gar als Dekoration umnutzen. Immer wieder würden Leute Ortsschilder abschrauben. Vor allem dann, wenn es sich um Orte mit kuriosem Namen handelt. Am Ende aber bliebe zumeist die Kommune auf den Kosten sitzen, die neue Schilder anfertigen lassen muss. Im aktuellen Fall zähle nur eines: Wolfersgrüner bleiben Wolfersgrüner, wozu sie auch immer gehören. (mit jwa)

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