Wolfersgrüner Klub kommt weg

Der Rat favorisiert einen Neubau. Allerdings muss es der Stadtverwaltung zuvor gelingen, Fördermittel nach Kirchberg zu holen.

Kirchberg.

Der Plan steht schon lange: Der Vereinsraum des alten Dorfklubs Wolfersgrün sollte saniert, der Mangelraum weggerissen und eine Toilette angebaut werden. Doch mit Baubeginn kam die böse Überraschung. Beim Abriss des Mangelraumes wurden erhebliche Schäden an der tragenden Konstruktion festgestellt. Die Stadt verhängte einen Baustopp und musste sogar die bereits zugesagten Fördermittel aus dem Programm für ländliche Entwicklung zurückgeben. Nun aber haben sich die Ratsmitglieder einstimmig dafür entschieden, für die Wolfersgrüner Dorfjugend einen Ersatzneubau zu finanzieren.

Auf Empfehlung des Verwaltungs- und Finanzausschusses soll ein Holzbau neu errichtet werden. Die Stadt rechnet mit 187.300 Euro. Wie Bürgermeisterin Dorothee Obst (Freie Wähler) erklärte, ist das auch mit den Jugendlichen abgestimmt worden. Aktuell können sie die verbliebenen Räumlichkeiten noch nutzen. Wenn die Stadt im nächsten Jahr eine Fördermittelzusage bekommt, kann der Bau beginnen. Im Förderprogramm "Vitale Dorfkerne" stehen bis zu 75 Prozent in Aussicht. Allerdings muss man da schnell sein, das Geld daraus ist endlich und wird nach der Reihenfolge der eingereichten Anträge vergeben, mahnte Obst.

Zur Auswahl hatten auch ein Massivbau und ein Container gestanden. Aus Kostengründen hatte sich der Ausschuss jedoch gegen den teureren Massivbau entschieden und auch den Container abgelehnt. Dessen Lebensdauer liegt nur bei 20 Jahren. Zudem sind die Unterhaltungskosten recht hoch, weil er durchgängig beheizt werden müsse, um Korrosionsschäden zu vermeiden. Der Holzbau dürfte rund 50 Jahre halten, besticht zudem durch eine kurze Bauzeit und eine kurze Aufheizzeit. Eine Sanierung hatte die Verwaltung beizeiten ausgeschlossen, deren geschätzte Kosten liegen bei 193.000 Euro.

Dem Verein zur Erhaltung des Dorfparks Wolfersgrün, der Träger des Jugendklubs ist, werden nach Angaben der Stadtverwaltung alle bereits entstandenen Planungs- und Baukosten erstattet.

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