Ziegen: Blähbauch statt trächtig

Zwickau.

Anfangs jubelten die Mitarbeiter im Tiergehege an der Marienthaler Waldstraße noch, weil sich die kleinen Bäuche der jungen Ziegen wölbten. Doch der Vorfreude auf unverhofften Nachwuchs ist Sorge gewichen, nachdem im Gehege Brötchen und Wurstreste gefunden wurden. "Da muss jemand seine Wurstsemmeln über den Zaun gekippt haben", sagt Jens Juraschka, Geschäftsführer des Vereins "Gemeinsam Ziele erreichen", der seit Juli 2016 das Tiergehege betreibt.

Juraschka bittet darum, von solchen Gaben abzusehen. "Die Tiere vertragen weder Brot noch Brötchen oder Wurst. Wir füttern nur Obst und Gemüse." Vereinsmitarbeiter um Projektleiter Ralf Hutschenreuter haben bereits Schilder aufgestellt, damit die Besucher, die vielleicht Gutes tun wollen, die Fütterung mit diesen für die Tiere ungesunden Lebensmitteln unterlassen. Jetzt aber fand Hutschenreuter wieder Salami in einer Ecke, in einer anderen eine Nutella-Semmel. Juraschka: "Wir haben in der Regel bis 18 Uhr geöffnet. Wer bis dahin kommt, kann sich ein Schälchen Gurke holen und damit die Ziegen füttern."


Nach und nach versucht der Verein, die bei den Marienthalern beliebte Naherholungsanlage zu modernisieren, um Tiere artgerecht zu halten. Im Vorjahr hatte der Verein einen neuen Ziegenstall eingeweiht, mit dem sich die Haltungsbedingungen deutlich verbesserten. (upa)

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