Zu welcher Anlage gehört dieser Turm?

104 Zuschriften sind zum März-Fotorätsel eingegangen. Nur eine war falsch. Heute gibt es eine neue Rätselnuss.

Werdau.

Die im Fotorätsel abgebildete Tür führt in das Werdauer Rathaus. 103 Leser knackten diese Rätselnuss vom März. Nur eine Leserin lag falsch. Sie dachte, dass es sich um den Eingang zum Landratsamt in Werdau handelt.

Für die Werdauer war die Lösung einfach. 46 Zuschriften kommen aus dieser Stadt, aber auch 22 Zwickauer tippen richtig, genau wie Leser aus Reinsdorf, Glauchau, Steinpleis, Meerane, Mülsen, Fraureuth, Kirchberg, Oberlungwitz, Wilkau-Haßlau, Langenweißbach, Neukirchen, Lichtentanne, Reichenbach/V., Kloster Lehnin und Nagold.

Sascha Aurich

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Lothar Schilling aus Neukirchen/P. weiß wie viele weitere Leser, dass das Rathaus 1911 in Anwesenheit des sächsischen Königs eingeweiht wurde. Erika Gruschwitz aus Werdau berichtet, dass der Werdauer Tischlermeister Herbert Ludwig damals die Tür fertigte und sehr stolz darauf war. Und Renate Misch aus Zwickau erinnert sich, dass ihre Mutter über mehrere Jahre bis 1970 diese Tür geputzt hat. Regina Lissner aus Fraureuth kennt die Tür, weil sie vor 49 Jahren mit ihrem Mann zur Eheschließung hindurchgetreten ist. Heinz Meier aus Kloster Lehnin berichtet: "Am 24. September 1978 stand vor dem Rathaus ein frisch vermähltes Paar, das beim Halt der Kosmonauten Sigmund Jähn und Waleri Bykowski herzlich beglückwünscht wurde. Die Kosmonauten waren gerade auf der Fahrt durch den Süden der DDR. Außerdem ist mir bekannt, dass Diplombauingenieur Volkmar Dittrich ab 1964 als Stadtbaudirektor und danach von 2001 bis 2008 als Oberbürgermeister der Stadt etwa 6500-mal durch diese Rathaustür gegangen ist, was vielleicht einen Rekord darstellt." Dabei hat der Leser aber noch nicht einmal bedacht, dass Dittrich bis heute weiterhin als ehrenamtlicher Stadtrat durch die Tür geht und so viele weitere Male hinzugekommen sind.

Hobbyhistoriker Michael Kellner aus Werdau schreibt, dass das Rathaus das sechste Gebäude seiner Art in der Stadt ist; Standort der vorherigen fünf war der obere Marktspiegel, der heute unbebaut ist. Im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts war infolge der Industrialisierung die Werdauer Einwohnerzahl sprunghaft angestiegen, sodass das bisherige Rathaus aus allen Nähten platzte. 1905 wurde ein Wettbewerb für den Neubau ausgeschrieben. Dafür gingen 124 Entwürfe ein. Die ersten zwei Plätze belegten die Architekten Max Vogler und Paul Kadereit aus Wilmersdorf sowie Artur Starke aus Leipzig. Da sich die Kommission nicht entscheiden konnte, wurden Elemente beider Entwürfe übernommen. Der erste Spatenstich für das neue Rathaus erfolgte am 1. August 1908. Das Richtfest fand am 11.September statt, die feierliche Einweihung am 26. April 1911. Die Baukosten für den Neubau beliefen sich auf 591.605 Mark. Das Rathaus hat eine Grundfläche von 758 Quadratmetern. Aus Kostengründen verzichtete der Rat auf den Bau eines dritten Flügels, was sich in der Folgezeit als ungünstig erweisen sollte. Die Krone des Baus bildet ein 59 Meter hoher Turm. In 35 Metern Höhe befindet sich eine umlaufende Aussichtsgalerie, deren Brüstung an Rathäuser in der Toscana erinnert.

Aus allen Zuschriften sind drei Gewinner gezogen worden. Margitta Wetzel aus Werdau, Roswitha Zimmer aus Werdau und Günter Fanghänel aus Glauchau. Herzlichen Glückwunsch! Die Gewinner werden schriftlich informiert.

Heute gibt es eine neue Rätselnuss. Die "Freie Presse" fragt: Zu welcher Anlage in welchem Ort im Altkreis Glauchau gehört dieser Turm?

Einsendungen bitte bis zum 30. April an die Lokalredaktion der "Freien Presse", Hauptstraße 13 in 08056 Zwickau, oder per E-Mail schicken. Mit seiner Einsendung erklärt sich jeder Teilnehmer einverstanden, dass sein Name und Wohnort im Auswertungsbeitrag der "Freien Presse" print und online genannt werden dürfen. Nach Abschluss des Gewinnspiels werden alle Karten und Briefe vernichtet und die E-Mails gelöscht. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert. Leseraktion-westsachsen@freiepresse.de

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